wie viele leds in reihe schalten ohne vorwiderstand

Schaltungen, Widerstände, Spannung, Strom, ...

Moderator: T.Hoffmann

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BlackMamba
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Di, 15.01.08, 16:43

halloooo

hab da ma ne frageeeee,

wie viele leds ( 20000 mcd,3,2v,5mm leds,weiss) kann ich in reihe schalten ohne einen vorwiderstand? bzw geht das überhaupt?


Bin für jede antwort dankbar :D aber hilfreich sollte sie sein ;)

bye alessandro
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Sailor
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Di, 15.01.08, 17:01

Grundsätzlich geht es mit vier in Reihe an einem stabilisierten Netzteil.

Probleme:
Die kleinste Abweichung in der Kennlinie einer der LED´s kann zur Zerstörung von LED´s in der Reihe führen.

Beim Einschalten kann das Netzteil eine höhere Spannung liefern als die Nennspannung, auch das führt schnell zum Ausfall einer LED.

Mach lieber 3 in eine Reihe und einen Widerstand dazu und freu dich länger an den LED´s.

Ansonsten zeigen die Diagramme von Borax und meine Erklärungen in diesem Trööt wohl eindrucksvoll, wie ein Widerstand in Reihe zu LED´s zuverlässig wirkt.
BlackMamba
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Di, 15.01.08, 17:45

ähm ok, wie viel ohm brauch ich denn?
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Sailor
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Di, 15.01.08, 18:14

Bei einem stabilisierten 12 Volt-Netzteil und drei 20 mA LED´s in Reihe:

(12 V - 3*3,2 V) / 0,02 A = 120 Ohm, gewählt 150 Ohm oder 180 Ohm.
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Fightclub
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Di, 15.01.08, 19:30

Alteingesessene empfehlen auch 220 Ohm ;)

Der Unterschied mag jetzt recht drastisch klingen, für die led macht das aber nur einen Unterschied von knapp 2mA. Auf die Leuchtkraft hat das ganze aber aufgrund der nichtlinearen Strom-Helligkeits-Kurve eine noch geringere Auswirkung, sodass man den Unterschied subjektiv kaum sieht, aber die LED merklich länger leben sollte.
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Romiman
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Di, 15.01.08, 19:43

BlackMamba hat geschrieben:...wie viele leds ( 20000 mcd,3,2v,5mm leds,weiss) kann ich in reihe schalten ohne einen vorwiderstand? ...
Oder kurz gesagt:

Null!

Bin auch ein 220 Ohm-Verfechter!!
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Fightclub hat geschrieben:Alteingesessene empfehlen auch 220 Ohm ;)
Ich bin auch für 220 Ohm; altbewährtes. :wink:
Venom
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BlackMamba
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So, 20.01.08, 15:35

hallo leute,

ich habe ein riesen dicken fehler gemacht, ich hatte mich dazu entschlossen alle leds parallel zu löten, nur ich dussel habe etwas verwechselt, und zwar habe ich die widerstände immer an das kurze beinchen gelötet(an den großen teil in der led), getestet habe ich noch nichts, aber das ist falsch denke ich!

muss ich jetzt alles wieder rausnehmen und umlöten??

bitte um schnelle antwort, muss heut noch feddig werden :D

mfg
Borax
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So, 20.01.08, 15:42

Welche Spannung hast Du eigentlich? Es wird zwar hier im Thread immer von 12V geredet, aber die Aussage kam nicht von Dir...
Wenn 12V, dann immer eine Reihe aus drei LEDs und einem Widerstand herstellen, diese 'Reihen' dann parallel schalten und an 12V anschließen. Auf die Polarität achten!
Bei anderer Eingangsspannung sieht das natürlich anders aus...
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ne, ich hab keine 3er parallel schaltung ...
hab mich jetzt entschieden jede einzelne leds ink. widerstand an die jeweilige leitung anzuschließen.
nur steht ja wie ich eben geschrieben ein problem...
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So, 20.01.08, 16:01

An welchem Beinchen der Widerstand ist, ist elektrisch egal. Der Widerstand muss nur im Stromkreis sein.

Er sollte aus wärmetechnischen Gründen immer an dem Beinchen sein, das nur mit dem Bond-draht mit dem Chip verbunden ist. Das ist jedoch nicht bei allen LED-Typen das gleiche Beinchen.

Kurzum: lass es jetzt so!
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aber ich muss jetzt das lange beinchen an plus machen damits geht, auch wenn der widerstand am kürzeren ist richtig?
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Sailor
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So, 20.01.08, 16:11

Da hat sich mit dem Anlöten des Widerstandes nichts geändert.
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danke! es geht alles.....
wenn ich mit meinem werk fertig bin, poste ich mal ein bild hehehehe
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Sa, 01.09.12, 21:55

Hallo, bin gerade auch am Löten und habe das Thema über Google gefunden.

Ich verlöte gerade auch einiges an LEDs in Modellboot.
Nun habe ich ca. 45 LEDs (ja das Boot ist groß) und 12V Spannungsversorgung.
Bei den besorgten Leds wurde angegeben 3,4V bei 20ma also bei 12V 3 in Reihe und gut ist. Das kann ja so nicht stimmen. Schrieb mir der Verkäufer löten Sie das in Reihe funktioniert. Ja das tut es auch aber die Dinger werden warm. Das ist glaube ich nicht Sinn und zweck des ganzen.

Nun würde ich das gerne fertig löten und habe mir nach einigem Lesen ausgerechnet, dass ich 90 Ohm, also 100 Ohm Vorwiderstand benötige, wenn ich 3 in Reihe schalte.
Soweit so gut, funktioniert auch und die LED bleiben kallt.
Nun bräuchte ich aber 15x 100Ohm Widerstände um das fertig zu machen.
Gut, habe ich jetzt halt mal 9 Leds an einen Widerstand gehangen.
Geht auch wunderbar. Also jeweils 3x parallel und jeweils 3x in Reihe.
Wie viel kann denn der Widerstand vertragen?

Wie ihr schon merkt versuche ich mir Mühe zu geben aber es fehlt an Wissen. Lese bei Kohlewiderständen immer von 0.25 Watt

Wären das dann momentan
(0,02+0,02+0,02)*3 Ampere * 12 Volt = 2,16 Watt? Das wäre doch für den Kohlewiderstand viel zu viel. Irgendwie denke ich hier falsch.

Ich denke ich berechne die Ampere für die Reihenschaltung falsch. Direkt mal lesen. Vielleciht kann mir ja noch einer hier helfen.

Beste Grüße,
Stephan
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Ich glaube ich habs. Es geht um die Verlustleistung.

also 3,4x3 (3 in Reihe) = 10,2 Volt

12 Volt(Versorgung)- 10,2Volt (Leds) = 1,8 Volt
Nun braucht jede LED 20 mA.
Also 3x20MA (Reihe) x3(Parallel) = 180MA

P=U*I

Also 1,8*0,18 = 0,324 Watt. Widerstand ist für 1/4 Watt ausgelegt. Also verlange ich ihm gerade zuviel ab. Richtig?
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dBase
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Sa, 01.09.12, 22:30

Erstmal ist die Idee, um Widerstände zu sparen, mehrere Reihenstränge an einen Widerstand zu hängen, nicht gut, denn die Ströme durch die einzelnen Reihen werden nicht gleich sein und das kann zu Überlast an den LEDs führen.
Dann ist auch Deine Rechnung zur Verlustleistung nicht ganz richtig.
In Reihe geschaltene LEDs vervielfachen den Strom nicht. Die Parallelschaltung tuts.
Hast Du also die 9 LEDs wie beschrieben (aber eben nicht günstig) als drei Reihen zu drei LEDs, mit 20mA pro Reihe, so fliesst durch den Widerstand rechnerisch 3*20mA = 60mA.
Verlustleistung am Widerstand ist dann Pv=Uv*Itot mit Uv=Ub-(Uled*nReihe) und Itot=Iled*nParallel Pv=1.8V*60mA=0.108W und das ist weniger also 0.25W, sollte dem Widerstand also nichts antun.
Aber eben, die 3.4V pro LED sind nicht zwingend so und damit dann auch der Stom von 20mA pro Strang (bei 100Ohm in dieser Schaltung wäreans 18mA Total, (1.8V/100Ohm), also 6mA pro Strang.
Besser ist wirklich, den 100Ohm Widerstand pro Dreier-Reihe zu verbauen: wie hier beschrieben
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Sa, 01.09.12, 23:49

Ok, das mit P habe ich direkt verstanden.

Mit der Widerstanskopplung musste ich grübeln. Aber ich glaube ich verstehe was du meinst. varieren die LEDs kann ich evtl. undefinierte Ströme zwischen den Reihenschaltungen bekommen.

Danke für den Link.
Wollte Widerstände sparen, da ich nur 10x 100 Ohm habe. Aber dann löte ich soweit wie es geht und bestelle welche nach.

Besten vielen lieben Dank.
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