Lunartec Krypton goes P4

Unterbodenbeleuchtung, Pimp my room, usw.

Moderator: T.Hoffmann

Antworten
Benutzeravatar
plastefux
User
User
Beiträge: 21
Registriert: Do, 18.01.07, 13:10

Di, 06.03.07, 14:21

Hi
hier mal ein mehr oder weniger ausführlicher Abriss über meinen Umbau einer Taschenlampe mit Kryptonbirne zur moderneren, austarlienkonformen LED-Lampe mit einer SSC P4. Die Lunartec-Lampe ist sicherlich nicht die beste, aber immerhin eine sehr preiswerte Grundlage für einen Umbau. Mittlerweile kostet sie mit 3.90€ (Pearl, PE-4828) bloß noch knapp die Hälfte, für die ich sie mir vor nem Monat gekauft hab und kommt sogar noch mit 2 Ansmann (!) Lithiumzellen (CR123), die selber schon 2,60€ kosten (vom Ladenpreis ganz zu schweigen).
Bild
Das schöne daran ist, dass man das Ding nahezu komplett zerlegen kann:
Bild

Das Blöde: die beiden CR123-Zellen sind zusammen zwar etwas länger, als eine einzelne 18650 LiIonen-Zelle, aber dafür halt mit ca 16,5mm um einiges dünner (18650 = 18mm Durchmesser, 65,0mm lang)
Bild
Die Lösung: da das Gehäuse eine erfreulich dicke Wandstärke hat, kann man mit einer 18mm Reibahle das ganze Teil "aufbohren":
Bild
(Das war nebenbei bemerkt der 2. Versuch, weil das Ätzen mit NaOH -also Abflussreiniger- auch mit Unterstützung von 12V nicht geklappt hat)
Die Reibahle hatte ich mir bloß geborgt und da ich hier keine Bohrmaschine o.ä. rumstehen hab, musste ich das ca 3Stunden (gefühlte 10h) mit der Hand da reindrehen.
Der Erfolg lässt einen aber über die 2 Blasen an der Hand hinwegsehen. Der LiIonen-Akku passt perfekt in den Schaft. Im Vordergrund übrigens noch das überflüssige Alu und der kleine Halter, in dem original die Glühbirne steckte und auf den jetzt die LED geklebt wird.
Bild
Damit sieht das ganze danach so aus:
Bild
Die kleine Plastikscheibe hab ich wieder eingesetzt. Der Reflektor und der Ring sind genau wie die Glühbirne überflüssig.
Bild
Das ganze nochma im Detail. In die flache Seite der Halterung musste ich eine Kerbe reinfeilen, weil ich keinen Bohrer da hatte, mit ich ein Loch hätte bohren können. Die Masse kommt einfach ans Gehäuse. In die Unterseite hab ich noch einen 0,5W-Widerstand eingeklebt, der mit einem Beinchen den Kontakt zum Akku schließt. Den genauer Wert hab ich vergessen. Müsste was um die 0,7Ohm gewesen sein. Jedenfalls läuft die Lampe (bei einer Leerlaufspannung des Akkus von ca. 3,9V) mit ungefähr 550mA). Entweder ist die Wärmeableitung derart mies, dass außen nichts ankommt, oder schon wieder so gut, dass mans nicht merkt. Das Gehäuse bleibt jedenfalls kühl.
Zusammengebaut leuchtet das ganze natürlich um einiges besser und weißer, als die Originallampe (fotografiert bei Tageslicht im Zimmer).
Bild
Zum Schluss noch ein kurzer Vergleich. Es treten an: Maglite Mini mit frisch geladenen NiMH-Akkus, ein Eigenbau aus 2 K2-LEDs (beide mit 6°-Linse) in einem Gehäuse aus einer Druckerpatrone und natürlich die P4-Lampe mit einer 6°-Linse.
Bild
Alle Fotos wurden im (halb-)dunklen Flur mit einer Blende von 3,2 und einer Belichtungszeit von 1/8s gemacht.
Erwartungsgemäß kackt die MiniMag ziemlich ab:
Bild
Die beiden K2 wirken dagegen wie ne kleine Sonne:
Bild
Der Unterschied zur P4 wirkt nicht allzu groß. Das Licht erscheint auch mit bloßem Auge weniger weiß, als das der K2 und wird durch die Optik schlechter fokussiert. Trotzdem leuchtet sie die Umgebung beser aus und wirkt dadurch heller:
Bild
setzt man einen falschen Linsenhalter ein, bzw. sitzt die Linse nicht korrekt (etwas zu weit weg), sieht das ganze so aus:
Bild
Meiner Meinung nach wiegt die P4 durchaus ihren Preis auf. Da 2 K2 ja auch ca. 9€ kosten und die P4 schliesslich viel effektiver ist. Dazu kommt natürlich noch, dass man eine einzelne LED viel einfacher verbauen kann.
Benutzeravatar
alexStyles
Auserwählter
Auserwählter
Beiträge: 2333
Registriert: So, 20.08.06, 16:51
Wohnort: Düsseldorf
Kontaktdaten:

Di, 06.03.07, 14:32

Super !
mehr kann man dazu nicht sagen ? :D
Ausser das mal wieder die Maglite in die Pfanne gehauen wurden :twisted:

MfG Alex
Benutzeravatar
poldippo
Super-User
Super-User
Beiträge: 67
Registriert: Fr, 09.02.07, 09:06
Wohnort: Essen

Di, 06.03.07, 14:51

Echt super, die P4 ist echt spitze!!!

Eine frage habe ich aber, wie hast du das genau mit der Stromversorgung gemacht?

Was ist das für eine einzelne Zelle? Und wieviel Volt hat sie?
Hat die einzelne Zelle über 3,2Volt für die P4?
Benutzeravatar
plastefux
User
User
Beiträge: 21
Registriert: Do, 18.01.07, 13:10

Di, 06.03.07, 15:13

der Akku ist ein Lithium-Ionen-Akku, wie er in vielen Geräten verbaut wird. Die Laptopakkus sind fast alle aus solchen Zellen aufgebaut. Meiner ist von Panasonic (Typ CGR18650HG) und ist schon älter (gebraucht gekauft).
Kaufen kann man die zwar in einem großen Online-Auktionshaus für billig Geld und der Ladevorgang an sich ist prinzipiell recth einfach, aber das dumme an den Dingern ist: die sind nicht so "gutmütig" wie NiMH- oder NiCd-Akkus. Ohne eine spezielle (teilweise recht teure) Ladeelektronik kanns passieren, dass dir das Teil abraucht (Stichwort: Metallbrand) oder gleich hochgeht. Das liegt am Lithium. Das is ziemlich reaktiv (vor allem mit Wasser) und deswegen sollte man es tunlichst vermeiden die Dinger kurzzuschliessen, zu überladen oder nach Tiefentladung wieder versuchen zu laden.
Normalerweise hat jeder Akku(-pack) einen Schutzmechanismus, der ihn vor Überladung, hohen Temp. etc. schützt. Bei den Zellen gibts auch welche, die nochma separat geschützt sind. Aber diese halt nich.
Tu mir (und vor allem dir) also bitte einen Gefallen und bastel nich wild mit sowas drauflos, sondern lies dich vorher besser in das Thema ein.

Meine Empfehlung wäre sowas in der Art. (Gibts auch billiger) Das ist die gleiche Bauform, wie die Batterien, die original in die Lampe gehören (CR123) und sie haben auch eine Zellspannung von bis zu 4,2V. Das heisst du brauchst nur eine davon und hast noch Platz für einen besseren Schalter, Dimmer, KSQ o.ä. Die Kapazität ist halt etwas geringer (meistens 650mAh) aber für ne Stunde sollte das schon reichen.
Benutzeravatar
lithi
Hyper-User
Hyper-User
Beiträge: 1406
Registriert: So, 26.03.06, 16:49
Wohnort: Fuldabrück
Kontaktdaten:

Di, 06.03.07, 15:16

sehr schön gemacht!
und wieder ein weiterer schritt in die obstlosen zeiten!
Benutzeravatar
Sailor
Moderator
Beiträge: 9254
Registriert: Di, 28.11.06, 22:16
Wohnort: Saarland, Deutschland und die Welt

Di, 06.03.07, 15:49

Schöner, wenn auch schweißtreibender Umbau!
P4 goes mobil!
Benutzeravatar
Sh@rk
Auserwählter
Auserwählter
Beiträge: 3820
Registriert: Do, 17.08.06, 17:55
Wohnort: Thüringen
Kontaktdaten:

Di, 06.03.07, 15:52

Jop wirklich super gemacht! Fast alle haben schon ne P4 Taschenlampe nur ich nicht^^.

mfg Sh@rk
Benutzeravatar
plastefux
User
User
Beiträge: 21
Registriert: Do, 18.01.07, 13:10

Fr, 09.03.07, 17:16

Ooooch
*mitleidhat*

Da es jetzt hoffentlich bald farbige (ist das eigentlich der politisch korrekte Terminus?^^) P4 gibt, wird sich wohl bald noch ein Fahrradrücklicht dazugesellen. Zusammen mit sonem Lampenhalter für 1.90 kommt die Lampe nämlich an mein Fahrrad.

um nochma auf die Maglite zurück zukommen: letztens hab ich ein Upgrade-Kit mit 3 P4-LEDs gesehn. Wer will raten , was das Ding kosten sollte? -->~130,- echt wahr. Sobald es wieder ne Stufe bessere P4 gibt, werd ich ma ne Lampe mit 3-5 Stück bauen.
physikphreak
Mega-User
Mega-User
Beiträge: 341
Registriert: Mi, 17.01.07, 17:01

Fr, 09.03.07, 17:19

plastefux hat geschrieben:Ooooch
*mitleidhat*

Da es jetzt hoffentlich bald farbige (ist das eigentlich der politisch korrekte Terminus?^^) P4 gibt, wird sich wohl bald noch ein Fahrradrücklicht dazugesellen. Zusammen mit sonem Lampenhalter für 1.90 kommt die Lampe nämlich an mein Fahrrad.

um nochma auf die Maglite zurück zukommen: letztens hab ich ein Upgrade-Kit mit 3 P4-LEDs gesehn. Wer will raten , was das Ding kosten sollte? -->~130,- echt wahr. Sobald es wieder ne Stufe bessere P4 gibt, werd ich ma ne Lampe mit 3-5 Stück bauen.
Ja, wenn man es nicht selbst gesehen hat ist es unglaublich das für manche LED-Produkte verlangt wird. Und die armen Leute die Lumitronix nicht kennen zahlen das auch noch :shock:
Antworten