Blinkende LED Strips nach ausschalten mit Homematic Aktor

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Moderator: T.Hoffmann

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mundmred
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Mi, 19.06.13, 20:30

Hallo zusammen,

ich habe ein Problem mit meinen neu installierten LED Strips.

aktueller Stand:
- 5m LED Strip (verrauch ca. 4,8W/m)
- Trafo goobay LED Transformator 12VDC 20Whttp://www.amazon.de/gp/product/B008AJZ ... e=&seller=
- geschalten über einen Homematic Schaltaktor http://www.eq-3.de/produkt-detail-aktor ... bu-fm.html

Das Schalten funktioniert einwandfrei die LED leuchten auch (auch wenn 20W theoretisch zu wenig sind!). Wenn ich die LEDs ausschalte beginnen sie ca. nach 2-3 Sek. alle 2-3 Sek. zu blinken. Daraufhin habe ich im Internet gesucht woran es liegen könnte, dabei bin ich auf ein Beitrag bei LEDhilfe gestoßen in dem beschreiben wird dass es sich hier um kriechströme handle die man durch das parallel schalten eines Kondensators in den Griff bekommen könnte. (Kondensator 0,047 µFX1 + 2x 2700 pFY2 - 250/275 V~). Hörte sich für mich logisch an also habe ich diesen Kondensator gekauft, angeschlossen und enttäuscht festgestellt das es so nicht geht....
Darauf hin habe ich eine normale Fassung einer Glühbirne paralell vor den Trafo angeschlossen, und siehe da das blinken hat aufgehört.

Heißt das dass der Kondensator einfach zu schwach war?? Oder hat jemand eine andere Lösung für mich? (Falls ja es sollte eine kleine Bauform haben da es als passiv Beleuchtung hinter eine Spiegel soll...)

Vielen Dank

Grüße MundMRed
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Mi, 19.06.13, 21:59

Es liegt hier nicht an einem Problem das über eine Entstörung gelöst werden kann. Es liegt viel mehr an der Kombination von Dimmer und Netzteil. Du brauchst einen Dimmer der für LED-Schaltungen geeignet ist oder Du dimmst auf der 12V-DC-Seite oder Du verwendest ein Netzteil das geeignet ist.
z.B. dieses hier:
http://www.elpro.org/shop/shop.php?p=PCD-25-1400B
Leistung 25 Watt bei 12-18 V
Datenblatt Seite vier oben:
http://www.elpro.org/shop/_pdf_groups/1253.pdf


Das Dein jetziges Netzteil für den Strip zu schwach ist, wird sich auf die Dauer rächen. Das SNT läuft über der Max.-Last und wird vorzeitig sterben (siehe Hitze und Lebensdauer von im Netzteil immer enthaltenen Elkos).
Garfield
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Do, 20.06.13, 15:02

Hallo,

das wundert mich jetzt etwas.
Ich habe denselben Dimmer mit verschiedenen Konstantstromnetzteilen ausprobiert und er hat problemlos funktioniert. Dadurch, dass der Dimmer 2phasig angeschlossen ist, sollte der von Dir beschriebene Effekt eigentlich nicht auftreten.

Bist Du sicher, dass der Dimmer richtig und vollständig angeschlossen ist?
Ist der Neutralleiter tatsächlich angeschlossen.
Sind L und N nicht vertauscht?

Gruß
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Do, 20.06.13, 19:31

Ich tippe mal darauf, dass der Dimmer über seinem Triac einen Kondensator hat. Dadurch fließt auch in ausgeschaltetem Zustand ein Blindstrom durch den Kondensator. Der lädt im Schaltnetzteil durch den Gleichrichter die Elkos auf. Bei Überschreitung der Startspannung des Netzteils läuft dieses kurz an, quittiert den Dienst aber schnell wieder, da die Elkos wieder leer sind. Dadurch entsteht der Blinkeffekt.

Das muss jetzt nicht bei jedem Netzteil der Fall sein. Gibt es dort nämlich ebenfalls einen ausreichend großen Kondensator parallel zum Eingang, leitet dieser den Blindstrom direkt durch und lässt keine ausreichend hohe Spannung an den Elkos zu.

Zur Abhilfe könntest du parallel zum Netzteil noch einen größeren Kondensator schalten. Können ruhig 0,47 µF oder 0,68 µF mit X2-Kennzeichnung sein. Ist die Kapazität zu gering, wird es noch nicht funktionieren. Die 0,047 µF... bestätigen das.

EDIT, um mal ein Beispiel zu nennen:
http://www.reichelt.de/Funkentstoerkond ... OFFSET=500&

und dann gleich 2 oder 3 Stück, dann kann man bei Bedarf parallel schalten.
mundmred
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Do, 20.06.13, 20:08

Hallo zusammen,

erstmal danke für euere Antworten.
Ich habe jetzt 4 Stück von den Kondensatoren 0,047 µFX1 + 2x 2700 pFY2 - 250/275 V~ paralell zum Trafo geschalten und siehe da das blinken hört auf! Werde mir jetzt einen Kondensator mit ca. 0,2µF (http://www.muekra.com/cf220.html) besorgen dann dürfte es hoffentlich auch noch funktionieren :-)

Grüße
MundMRed
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Fr, 21.06.13, 09:24

Damit hat sich dann aber der Standby des Dimmers, welcher mit einem Watt angegeben ist, auch erledigt, es dürften dann eher 2-3 Watt sein. Du kannst Dir so ausrechnen wie lange es dauert, bis der Preis für ein besseres Netzteil in Strom aufgegangen ist.
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Mr Fix-it hat geschrieben:Du kannst Dir so ausrechnen wie lange es dauert, bis der Preis für ein besseres Netzteil in Strom aufgegangen ist.
Im Privathaushalt wohl nie, denn da zahlt man nicht für Blindleistung.
Garfield
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Fr, 21.06.13, 12:17

Hallo,

die Schaltung benutzt keinen Triac. Es werden 2 Hochspannungs MOSFETs verwendet. Deswegen kann die Schaltung ja auch mit geringen Lasten gut umgehen. Weiterhin ist es schwierig, mit einem Triac einen Phasenabschnittdimmer hinzubekommen.
Die Nulldurchgangserkennung läuft völlig autark über einen ATMEGA644 der überhaupt die komplette Steuerung übernimmt. Der ist auch über ein separates Netzteil versorgt. Auch ist die Minimallast von 20W nicht zu gering. Die angegebene Minimallast beträgt 10W.
Daher vermute ich nach wie vor, dass der Dimmer nicht ganz korrekt angeschlossen ist. L und L1 vertauscht, oder irgendetwas ähnliches.
Da im Eingangspost allerdings die Rede von einem "Schaltaktor" nicht von einem Dimmaktor die Rede ist, könnte es auch sein, dass der gepostete Link auf eine falsche Komponente verweist und wir hier sowieso eine nicht ganz zutreffende Diskussion führen.

Gruß
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Sa, 22.06.13, 01:02

@Garfield
da schließe ich mich bei Dir an. Bin auch von einem Triac ausgegangen, wo hast du das Datenblatt gefunden, das Aufschluss über die Schaltung des Dimmers gibt?
Garfield
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Sa, 22.06.13, 11:42

Die Homematic Komponenten gibt's auch bei ELV.
Viele davon auch als Bausatz. Darunter auch der verlinkte Dimmaktor.
Den habe ich mir ein paar Mal nachgebaut.
Der Bausatz ist 10€ billiger aber nach meiner Auffassung für Lötanfänger nicht geeignet.
Es sind einige Lötstellen recht nahe an SMD-Bauelementen (die sind vorbestückt) und man hat mit 220V zu tun.
Hexenwerk ist es sicherlich auch keines, aber man sollte halt schon ein paar mal mit einem Elektroniklötkolben hantiert haben.

Bei den Bausätzen ist die komplette Schaltung veröffentlicht sowie kurz erklärt. Was man allerdings nicht bekommt ist der Quelltext ...

Gruß
mundmred
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Mi, 26.06.13, 21:00

Hallo,

ich habe jetzt einen 0,220 µF Kondensator verbaut. Es funtioniert!!
Es handelt sich auch ratsächlich um einen Dimmaktor der allerdings nicht als Dimmer genutzt wird. Angeschlossen ist er mit L am L des Dimmer und Schalter der Dimmers geht zum Trafo.

Gruß mundmred
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