Lötkolben an einen Dimmer.... Ist das möglich?

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Moderator: T.Hoffmann

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thegimpf
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Di, 07.08.12, 15:31

hallo liebe leute,

mal wieder habe ich eine spezial anfrage an euch und hoffe das ihr mir helfen könnt.

mein onkel hat einen 30watt lötkolben mit dem er leitbahnenfolien aufklebt. ihr könnt euch es so vorstellen das der lötkolben mit dem aufsatz die leiterbahnfolie erwärmt und der kleber der auf der folie ist wird erwärm und somit klebt er dann fest.das problem an der ganzen sache ist aber das der lötkolben keinen ein oder aus schalter hat und außerdem viel zu heiß wird so das ihm immer wieder mal die leiterbahnfolien regelrecht wegschmelzen. er macht es jetzt immer so das er den lötkolben immer 5min ansteckt dann wenn er heiß genug ist wieder herauszieht ein wenig wieder abkühlen lassen dann zum einsatz und das ganze wird immer wieder wiederholt. find das echt nervig für ihn

das is der lötkolben:
Bild

jetzt war bzw. ist meine idee gewesen da muß man doch was machen können das der lötkolben nicht zu heiß wird und immer die gewünschte temperatur hält. nach einigen recherchen im netz bin ich auf einen steckdosendimmer gekommen. die frage ist jetzt nun..... was meint ihr dazu? kann man einen steckdosendimmer vor den lötkolben anschließen ohne das der lötkolben vielleicht kaputt geht? oder habt ihr vielleicht eine andere idee um das problem zu lösen?

vielen dank schon mal
Loong

Di, 07.08.12, 16:19

thegimpf hat geschrieben:kann man einen steckdosendimmer vor den lötkolben anschließen ohne das der lötkolben vielleicht kaputt geht?
Ja, kann man, ohne daß etwas kaputt geht.
thegimpf
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Di, 07.08.12, 16:24

habe gelesen es soll dann ein brummen im lötkolben verursachen
Loong

Di, 07.08.12, 16:27

Mag sein, daß sich die in Sand oder Keramik eingebettete Heizwendel beim Betrieb an einem Dimmer etwas mehr bewegt und damit mehr Geräusche verursacht als sonst. Aber was soll daran kaputt gehen?
thegimpf
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Di, 07.08.12, 16:32

naja nicht das irgendwie was knallt oder so. weil der lötkolben hat 110v. also ist erst ein spannungsumwandler davor
Loong

Di, 07.08.12, 16:41

Achso. Und warum kommst du mit solch relevanten Informationen nicht gleich?

PS. Welcher Art ist der Spannungswandler? Ein einfacher Trafo? Ein magnetischer oder elektronischer Spannungskonstanter? Welche Nennleistung besitzt er?
thegimpf
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Di, 07.08.12, 16:52

folgenden spannungswandler benutzt mein onkel

http://www.ebay.de/itm/Spannungswandler ... 3f11627106
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contour7
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Mi, 08.08.12, 10:19

Bei mir geht das an 230 V, ganz ohne Brummen.
Ich verwende einen Dimmer aus einem Deckenfluter (300 W) der längst mit LED nur noch 20 W braucht! 8)
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stoske
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Mi, 08.08.12, 11:06

Ich würde mir einfach einen passenden Lötkolben kaufen, das dürfte günstiger
sein als jeder Wandler oder Dimmer - vom praktischen Aspekt ganz abgesehen ;)
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Beatbuzzer
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Mi, 08.08.12, 11:18

thegimpf hat geschrieben: jetzt war bzw. ist meine idee gewesen da muß man doch was machen können das der lötkolben nicht zu heiß wird und immer die gewünschte temperatur hält. nach einigen recherchen im netz bin ich auf einen steckdosendimmer gekommen.
Auch wenn es etwas an der Ursprungsfrage vorbei geht:
Hier wäre eigentlich eine Lötstation die beste Wahl. Da ermittelt man dann in ein paar Tests die optimale Temperatur für die Folie und schon kann man dauerhaft ungestört und sauber arbeiten.
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Mr Fix-it
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Mi, 08.08.12, 12:21

Hallo,

auch wenn ich Beatbuzzer Recht geben muss, eine Lötstation wäre die beste Lösung aber auch die teuerste. Du solltest Dir einen Kabeldimmer besorgen, der wird in das Kabel zwischen Stecker und Lötkolben eingebaut, die Dinger kosten um die 10 - 15 Euro und das Teil zum Einstellen ist relativ in der Nähe des Werkzeugs bzw. Arbeitsplatzes.
Das 110 V Netzteil würde ich nicht dimmen, das könnte mit einigen Problemen einher gehen.

sonst wie schon mein Vorredner sagt: Lötstation und gut ist. Die etwas teureren laufen sowohl mit 110 als auch mit 230 V (falls der Onkel wieder zurück in die Staaten gehen möchte).
z.B. die hier:
http://www.reichelt.de/index.html?;ACTI ... efad44d059
Seite 6 unter Spezifikations. Bei allen Lötstationen wird es aber das Problem geben, das dieses hier gezeigte Werkzeug nicht passt, denn die haben keine geeignete Aufnahme.

Gruß
Mr. Fix-it
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Mi, 08.08.12, 20:46

ich bedanke mich erstmal für die vielen antworten.

das problem ist aber das man mit einer lötstation keinen erfolg haben wird. da passt das T-stück (was vorn am lötkolben dran is) nicht rein weil es ja verschraubt ist
Loong

Mi, 08.08.12, 21:06

thegimpf hat geschrieben:folgenden spannungswandler benutzt mein onkel

http://www.ebay.de/itm/Spannungswandler ... 3f11627106
Vorausgesetzt, es handelt sich bei diesem Gerät um einen normalen, konventionellen Transformator, weiterhin vorausgesetzt, der Lötkolben belastet den Wandler mit oder nahe der Nennlast (> 85 %), dann, aber auch nur dann, läßt sich das Konstrukt Wandler+Lötkolben mit einem normalen Phasenanschnittsdimmer steuern.

Falls es schiefgeht: Was ich von mir gebe, sind Erfahrungswerte aus der Praxis. Ich übernehme aber keinerlei Verantwortung dafür, wenn bei Dir trotzdem irgendetwas kaputtgehen sollte.
thegimpf
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Mi, 08.08.12, 21:10

ok, ich glaube ich werde es wohl dabei belassen. mir ist es zu heiß falls doch was passiert
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Do, 09.08.12, 07:00

Hi.

Man, machst Du es wieder kompliziert.

Der Lötkolben dürfte gehen:
http://www.ebay.de/itm/Lotkolben-regelb ... 1c25a1cbd0

So und an 110V nimmt er wieder den anderen.
Dieser oben wird sicherlich auch mit 110V laufen, aber 12,5W sind etwas wenig für dioe meisten Lötarbeiten.


Gruß, unoptanium
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Do, 09.08.12, 09:38

Ein Dimmer vorm Lötkolben bringt nicht viel, es dauert nur länger, bis der Kolben seine Spitzentemperatur erreicht, denn ob jetzt mit 10, 15, oder 25 Watt geheizt wird, abgeschaltet wird durch den internen Thermostaten und solange der nicht geändert wird, ändert auch der Kolben sein Temperatur nicht. Man müsste das teil so weit herunter regeln, das die Leistung nicht reicht die Abschalttemperatur überhaupt zu erreichen, und dieser Wert ändert sich je nach Umfeld und Arbeitsauftrag.
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Beatbuzzer
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Do, 09.08.12, 10:08

Mr Fix-it hat geschrieben:Ein Dimmer vorm Lötkolben bringt nicht viel, es dauert nur länger, bis der Kolben seine Spitzentemperatur erreicht, denn ob jetzt mit 10, 15, oder 25 Watt geheizt wird, abgeschaltet wird durch den internen Thermostaten und solange der nicht geändert wird, ändert auch der Kolben sein Temperatur nicht.
Auf welchen Lötkolben beziehst du dich jetzt?
Ein billiger Standard 230V-Lötkölben hat keinen Thermostat. Die Heizleistung ist in Bezug auf die Masse und die Oberfläche des Kolbens so ausgelegt, dass er sich irgendwo bei 300-500°C einpendelt. Mein 100W-Kolben z.B. wird nach einiger zeit am Heizelement sogar dunkelrot glühend. Allerdings sieht man das auch nur, wenn es dunkel ist.
Wenn man die Leistung hier per Dimmer verringert, verringert sich auch die Endtemperatur. Der Dimmer macht ja nichts anderes, als ein und ausschalten (wie als ob man den Stecker zieht).
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Do, 09.08.12, 10:16

ja, wenn kein Thermostat eingebaut ist, dann bringt der Dimmer 'ne ganze Menge. Ich dachte in den Teilen ist immer ein Thermostat drin, sonst ist die Temperatur ja völlig willkürlich im dem Bereich den Du schon angegeben hast. Der Kolben wird dann im kühlen Keller nicht so heiß, wie draußen in der Sonne bei 45°C. Kann man mit so was überhaupt arbeiten? :roll:

... und wieder was dazu gelernt, danke Beatbuzzer

Gruß
Mr. Fix-it

PS habe nur einen gefunden, der eine Art "Thermostat" hat:
http://www.reichelt.de/WELLER-Loetkolbe ... efad44d059
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Mr Fix-it hat geschrieben:Der Kolben wird dann im kühlen Keller nicht so heiß, wie draußen in der Sonne bei 45°C. Kann man mit so was überhaupt arbeiten? :roll:
So siehts aus... naja also solange es windstill ist, wirkt sich ein Unterschied der Umgebungstemperatur von z.B. +/- 10°C auch nur um +/- 10°C auf die Endtemperatur aus.
Wo man aber sicher verzweifeln kann, ist ne schnelle Lötstelle im Winter an nem Gerät draußen bei leichtem Wind. Besonders wenn das zu lötende auch noch ne schöne Masse hat und ordentlich ausgekühlt ist.
Da sollte man dann schon zu anderem Werkzeug greifen :wink:

zu PS: Jo die guten alten Magnastat-Kolben. Die kenn ich noch von der Arbeit vom Erzählen. Gibts auch als "Lötstation" aber halt ohne Regler.
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