Meanwell LDD-LW Analog dimmen

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

Game0Pat
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Do, 14.04.16, 16:42

Servus,

ich habe mir mal diverse Themen hier durchgelesen, wo es auch um das Dimmen einer Meanwell KSQ geht, allerdings werde ich da nich wie vor nicht 100% schlau draus.

Folgende Lage:

LDD-1000LW hängt an 12V DC und versorgt momentan zwei Luxeon Rebel LED's.
Ich würde nun gerne die LED's auf ca. 30% dimmen, sobald ein weiterer Verbraucher eingeschalten wird (ebenfalls per 12V versorgt).

Hierbei hatte ich mir gedacht, die andere 12V Leitung einfach per Klemmverteiler an den "dimm" Anschluss der KSQ zu legen (also eben nur ein dimmen, wenn auf der zweiten Leitung 12V anliegen).
Reicht es hier einfach einen 100 kOhm Poti dazwischen zu schalten, oder muss ich noch irgendwas beachten?

Notlösung wäre der 15,- EUR PWM Dimmer, mich würde es aber dennoch interessieren, wie ich es mit einem Poti lösen kann.

Grüße aus dem Süden Bayerns,
Patrick
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Achim H
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Do, 14.04.16, 17:18

Die Analog-Dimmung ist eine Spannungsfenster mit 0,5 bis 2,5V. Auf gar keinen Fall darfst Du dort mit einer 12V Spannung dran.
Die 12V Spannung musst Du mit einem Spannungsteiler (2 Widerstände) herunterteilen: 7k5 + 2k.
Den 2k Widerstand kannst Du durch ein 2k Poti ersetzen.

Max. Spannung am 2k Widerstand bzw. Poti: 12V / (7500 + 2000) x 2000 = 2,52V.
Steuerstrom: 12V / (7500 + 2000) = 0,00126A --> 1,26mA.
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Do, 14.04.16, 19:36

Okay, also ein 7k5 Widerstand und ein 2k Poti in Reihe, das sollte ich hinbekommen :)
Gibts beim Poti noch irgendwas zu beachten? Nennlast?
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Achim H
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Fr, 15.04.16, 02:06

Nennlast?

Du machst Scherze!

Spannung x Strom = Leistung.
2,526V x 0,00126A = 0,00319...W --> 3,19mW.


Beachte außerdem, dass der Regelbereich nur von >0,4 - 2,5V --> entspricht ca. 19 - 100% geht.
19% von 1000mA = 190mA.
Bei einer Steuerspannung <0,4V schaltet die KSQ ab.

Die 30% Dimmstufe ist bei ca. 0,75V.
Siehe Graphik (Iout vs. Voltage Control) auf Seite 5 im Datenblatt zum LDD-L(W).
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Fr, 15.04.16, 03:55

Ja das mit der Nennlast ist mir dann auch aufgefallen :D

Danke für die Hilfe. Sobald ich das Projekt umgesetzt habe werde ich hier auch ein paar Bilder zeigen :)

Und wegen des Einstellbereichs, da dreh ich einfach so lange am Poti, bis ich das gewünschte Ergebnis erzielt habe.


edit: Ich habe mal einen kleinen Schaltplan angehängt, so wie ich ihn mir aus dem bisher geschriebenen vorstelle. Stimmt das soweit?

Zur Erklärung was genau eigtl. das Projekt umfasst:

- KFZ Scheinwerfer Hella Celis mit helleren LED's für die Standlichter ausgestattet (Cree MK-R J2)
- Um Nachts niemanden zu blenden werden bei eingeschaltetem Abblendlicht die Ringe auf ein gewisses Maß heruntergeregelt

Kann ich problemlos die beiden Schaltkreise miteinander "verknüpfen"? Die Masse ist ja dann sowieso spätestens am Stecker wieder zusammengefasst.


Kleiner Hinweis für alle Paragraphen-Liebhaber. Mir ist bewusst, dass durch die Änderung der Scheinwerfer deren Allgemeine Betriebserlaubnis erlischt. Das hier stellt lediglich ein Bastelprojekt dar, die Scheinwerfer werden nicht im öffentlichen Straßenverkehr gefahren! Zumindest nicht auf deutschen Straßen und/oder Straßen auf welchen derartige Veränderungen nicht erlaubt wären.
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Fr, 15.04.16, 06:59

Ich habe mal einen kleinen Schaltplan angehängt, so wie ich ihn mir aus dem bisher geschriebenen vorstelle. Stimmt das soweit?

Den Spannungsteiler hast Du falsch gezeichnet.
Widerstand + Poti müssen in Reihe geschaltet werden, nicht parallel.
spannungsteiler_poti.png
Beim LDD-L(W) sind -Vout und -Vin vertauscht.
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Fr, 15.04.16, 11:46

Gut, stimmt, da hab ich im Kopf was durcheinander gebracht (Ich hätte es wohl trotzdem richtig zusammengelötet).

Habe grad mal den Plan nochmals für mich der Übersichtlichkeit halber richtig gemacht.

Jetzt müssts aber endlich mal passen :)

Ich hatte mir kurzzeitig überlegt, was passieren würde wenn ein Abblendlicht ausfällt. Wenn ich mich nicht irre, dürfte das aber die Dimmung nicht beeinflussen. Die 12V fließen dann eben ausschließlich über die Dimmung und nicht mehr parallel durch die Halogen Lampe.
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Fr, 15.04.16, 13:24

Wenn ich mich nicht irre, dürfte das aber die Dimmung nicht beeinflussen. Die 12V fließen dann eben ausschließlich über die Dimmung und nicht mehr parallel durch die Halogen Lampe.

Ich kenne Dein Auto nicht.

Bei meinen PKWs, die ich jemals hatte, wurde das Licht jeweils über einen Drehschalter geschaltet:
0: Aus.
I: Standlicht.
II: Abblendlicht. Umschaltbar auf Fernlicht.
Es gab keine Möglichkeit Stufe I + II zeitgleich zu aktivieren.


* Meine Wägelchen (in der Reihenfolge wie ich sie hatte):
1. Opel Ascona A 1.6 (Bj. 1972, 80PS Automatik).
2. VW Passat GLS 1.6 (Bj. 1977, 85PS Automatik Variant).
3. Opel Kadett 1.6D (Bj. 1982, 60PS Caravan Diesel 4 Gänge).
Seit 2007 fahre ich mit einem Großraumtaxi.
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Fr, 15.04.16, 13:55

Golf IV :)

Nun die Schalterstellungen gibt es hier genauso, wobei man natürlich sagen muss das auch bei Abblendlicht das Standlicht leuchtet (und auch muss!).
Ich hatte mir vor einigen Tagen den Lichtschalter mal etwas genauer angesehen. Der funktioniert ja über einen Zylinder mit Erhebungen, der dann darüber je nach Stellung gewisse Kontakte öffnet oder eben schließt.

Stellung Aus: Mehr oder minder bekommt hier nur der Stecker fürs Tagfahrlicht (beim Golf IV nicht belegt) Spannung
Stellung I: Standlicht (vorne und hinten) und Instrumentenbeleuchtung an
Stellung II: Zusätzlich zu den in Stellung I aktivierten Leuchten dann noch das Abblendlicht und die Möglichkeit die Nebelschlussleuchte am Schalter oder das Fernlicht per Handhebel am Lenkrad anzuschalten.

Deshalb ja auch die nötige Dimmung.

Was die 12V zum Abblendlicht angeht, die kommen natürlich ebenso vom Lichtschalter im Auto (Schalter - Sicherungen - Stecker am Scheinwerfer - Halogen Lampe).
Falls jetzt also der Stromkreis durch eine ausgefallene H7 Leuchte unterbrochen sein sollte, interessiert das ja die Dimmung nicht, da die ja einen parallelen Stromkreis besitzt.
Problematisch könnte es hier höchstens werden, falls das Auto ausgefallene Leuchten erkennt, was bei mir aber nicht der Fall ist.

Ich habe jetzt mal alles auf einer kleinen Lochplatine verlötet und bearbeite gerade das Gehäuse, damit da nichts lose herumhängt.
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Sa, 16.04.16, 16:11

So,

Ich hab jetzt gemerkt, dass das Standlicht erst angeht, wenn ich das Abblendlicht einschalte und dann ist es eben direkt gedimmt.

Kann es sein, das der Dimm Anschluss an der KSQ denkt dass da 0V anliegen eben wegen der Verbindung Dimmkabel-Poti-0V Leitung und sich dadurch eben komplett auf 0% dimmt? Wie umgehe ich das am Besten? Evtl eine Diode zwischen Dimm und Poti? Dadurch fließt dann eben nur noch die Spannung in den Anschluss, wenn ich das Abblendlicht anmache und nicht mehr aus dem Dimm Anachluss heraus (deshalb soll man den wohl auch offen lassen, wenn er ungenutzt ist).
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So, 17.04.16, 08:34

Kann es sein, das der Dimm Anschluss an der KSQ denkt dass da 0V anliegen eben wegen der Verbindung Dimmkabel-Poti-0V Leitung und sich dadurch eben komplett auf 0% dimmt?

Wenn keine Spannung über Widerstand + Poti läuft, ist der DIM-Anschluss quasi mit GND verbunden. Es liegt zwar noch ein Widerstandswert dazwischen, aber die KSQ ist damit ausgeschaltet. Ob eine Diode in Durchlassrichtung zum DIM-Anschluss eine Besserung bewirkt (müsste eigentlich), kann ich nicht sagen. Ausprobieren. Bedenke aber, dass die Diode einen Spannungsabfall bewirkt, sobald der Eingang Abblendlicht mit Spannung versorgt wird.
Wie umgehe ich das am Besten? Evtl eine Diode zwischen Dimm und Poti? Dadurch fließt dann eben nur noch die Spannung in den Anschluss, wenn ich das Abblendlicht anmache und nicht mehr aus dem Dimm Anachluss heraus (deshalb soll man den wohl auch offen lassen, wenn er ungenutzt ist).
Oder eine Diode in Durchlassrichtung von 12V Abblendlicht auf die 12V Standlichtringe.
Wenn nur Standlicht angeschaltet ist, befindet sich die Diode D1 in Sperrrichtung. Abblendlicht wird nicht aktiviert.

[Bild gelöscht]
Diode D2 ist deshalb drin, damit die Spannungen (Standlicht bzw. Abblendlicht) beidesmal gleich hoch sind.
Zuletzt geändert von Achim H am So, 17.04.16, 13:54, insgesamt 1-mal geändert.
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So, 17.04.16, 10:38

Bei der zweitem Lösung wäre dann aber immernoch das Problem, das jetzt das Standlicht immer leuchtet, aber leider immer gedimmt, egal ob Standlicht oder Abblendlicht aktiv.

Ich werde es auf jeden Fall mal mit einer Diode zwischen Dimm und Poti versuchen und dann berichten.
Den Widerstand muss ich dementsprechend natürlich anpassen.
6,2k Ohm, 2,2k Poti und ne Universaldiode mit ca. 0,5-0,6 V Spannungsabfall.
Laut meiner Rechnung komme ich mit dem Widerstand und dem Poti auf eine maximale Spannung am Dimmeingang von 3,14V.
Dem Dimmeingang sollte es ja nichts ausmachen, wenn der vllt 0,2V zu viel bekommt.

Danke schonmal für die vielen Ratschläge.
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Achim H
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So, 17.04.16, 13:54

Laut meiner Rechnung komme ich mit dem Widerstand und dem Poti auf eine maximale Spannung am Dimmeingang von 3,14V.

Und davon musst Du noch die Vorwärtsspannung von D1 abziehen.

UB = 12V
R1 = 6200R
P1 = 2200R
U(D1) = 0,6V
I = UB / (R1 + P1) = 12V / (6200R + 2200R) = 0,001428A --> 1,43mA
U(R1) = I x R1 = 0,001428A x 6200R = 8,85V
U(P1) = I x P1 - U(D1) = 0,001428A x 2200R - 0,6V = 2,54V

Allerdings hat man im Auto keine 12V, sondern eher 13,2 bis 13,6V --> Ladezustand einer voll geladenen Batterie.
Wenn die Lichtmaschine läuft (die läuft, wenn der Motor an ist) werden sogar 14,4V erzeugt.

U(P1) würde sich auf 3,17V erhöhen.

Ich weiß nicht, ob der Dimm-Eingang diese Spannung noch aushält.
Laut Graphik auf Seite 5 im Datenblatt geht der Bereich von 0 (Null) bis 3V. Ab 2,5V beträgt der Output stets 100%.

Besser wäre es, wenn die Diode D1 durch 2 Stück Schottky-Dioden in Reihe ersetzt würde.
Die Summe der Vorwärtsspannungen sollte 0,8V (oder ein Hauch größer) sein.

Das Poti unbedingt ausmessen. Dessen Toleranz sollte annähernd 0 (Null) sein.
Die Toleranz von R1 sollte 1% betragen.

U(P1) wäre dann max. 2,9994V.
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So, 17.04.16, 15:42

Ich werd mal mit laufendem Motor messen, wie Spannung da tatsächlich fließt und dementsprechend einfach den ersten Wiederstand wählen.
Falls es tatsächlich 14.4 Volt sein sollten, sind die momentanen Werte ja vollkommen ausreichend, da ich dann mit den bisherigen 8.2k und 2.2k Poti auf knapp 3.05V am Dimmer kommen würde. Abzüglich der Vorwärtsspannung der Diode sind wir dann bei den angestrebten 2.5 Volt.

Evtl. geh ich dann notfalls mit dem ersten Wiederstand um vllt 500-1000 Ohm runter, je nachdem was ich an Spannung gemessen habe.
Game0Pat
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Di, 19.04.16, 16:22

Also, laut Datenblatt verträgt der Dimm Anschluss durchaus bis mind. 5.5V, da der Remote On/Off ja von 2.6-5.5 Volt geht.
Das ist also nicht mehr das Problem.

Ich habe jetzt den R1 durch einen 5.6k Ohm ersetzt, der Poti bleibt weiterhin 2.2k. Ich habe bei mir noch zwei ältere Z-Dioden gefunden, die ja rein theoretisch in Flussrichtung ganz normal ihren Dienst tuen sollten.

Allerdings lässt sich die KSQ jetzt gar nicht mehr dimmen?! Wenn ich jetzt aber die Diode überbrücke funktioniert die Dimmung wieder ganz normal, nur dass eben die LED wieder ausgeht, wenn ich das Abblendlicht ausschalte.

Ist dann die Diode einfach hinüber und lässt gar nichts mehr durch? Habe sie vorher mit einem Multimeter geprüft, das hat mir eine Vorwärtsspannung von ca. 770mV angezeigt.

Ich bin jetzt etwas irritiert, werde aber vermutlich kurz zum E-Fachmarkt fahren und mir zwei Universal-Silizium-Dioden kaufen.
Game0Pat
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Mi, 20.04.16, 07:57

Nochmal ich.

Ich habe jetzt eine normale Diode eingelötet, funktioniert leider auch nicht. Ich habe mit jetzt aber kleine Printrelais besorgt und werde einfach den Schließer statt der Diode nutzen. Das ist dann auch die sicherste Variante denke ich.
Game0Pat
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Mi, 01.06.16, 23:15

Neuer Plan:

Ich will mir die Cree MK-R J2 verbauen, allerdings jede LED eineln mit einer KSQ versorgen. Da die LED's momentan natürlich in Reihe sind und somit bei einem Eingang an der KSQ von ca. 14 Volt bei laufendem Motor die Spannung nicht ausreicht um beide zu versorgen.
Die o.g. LED hat ja einen max. Strom von 1250mA, mit dem Strom würd ich die auch gerne versorgen, allerdings gibts von Meanwell nur 1000 oder 1500 mA.
Ich nutze aber gerade ein Printrelais wie bereits erwähnt (zwischen Poti Abgriff und Dimm Eingang, Schließer wird betätigt wenn die 12V vom Abblendlicht anliegen).
Könnte ich da jetzt am Öffner die KSQ auf ca. 1250 mA, eher ein bisschen weniger, dimmen (nur Standlicht) und dann bei geschaltetem Abblendlicht die KSQ noch ein wenig weiter herunterdimmen, auf ca. 900-100mA? Wie löse ich das am Besten?

Standlicht: Abgriff vom Poti zum Öffner vom Relais und dann in den Dimm (Dimmung auf 1250mA)
Abblendlicht: Abgriff vom Poti zum Schließer vom Relais, dann einen Widerstand in Reihe der die Spannung ein wenig verringert und dann auf den Dimm (Dimmung dann dementsprechend auf die gewünschten 900-1000mA)

Ich vermute stark, dass ich die LED ziemlich schnell zerschießen würde, wenn ich die mit 250mA zu viel versorge.

Für das Ganze muss ich dann natürlich die Schaltung so verändern, dass der Spannungsteiler nun vom Standlicht versorgt wird und das Relais durch das Abblendlicht geschalten wird.

Also nochmal alles zusammengefasst:

- Standlicht wird geschalten
- Die 12V (oder respektive 14V bei laufendem Motor) vom Standlicht versorgen den Spannungsteiler
- Der Öffner hängt zwischen Abgriff und DIMM
- noch keine Spannung am Relais --> KSQ wird leicht gedimmt um LED zu schützen (ca. 2,2 Volt am Dimm)

- Abblendlicht wird geschalten
- Relais zieht an --> Öffner öffnet, Schließer schließt
- Schließer hängt zwischen Abgriff und DIMM
- am zusätzlichen Widerstand in Reihe zwischen Schließer und DIMM fällt eine Spannung von ca. 0,2-0,4 Volt ab
- Am Dimm kommen nun nur noch ca. 1,8-2,0 Volt an --> LED ist noch ein Stückchen dunkler


Ich hoffe das ist verständlich. Mir gehts auch hier jetzt gar nicht um die ganzen Widerstands- und Spannungswerte, die rechne ich mir selber durch. Mir gehts nur um das verhindern, dass in keinem Fall die vollen 1500mA an den LED's ankommen.

Im Übrigen schalte ich das Standlicht (oder generell das gesamte Licht) erst an, wenn der Motor bereits läuft und wieder aus, bevor ich den Motor abstelle. Das heißt für mich, dass ich mit den 14V rechnen muss.
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Achim H
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Do, 02.06.16, 06:10

allerdings gibts von Meanwell nur 1000 oder 1500 mA.

Diese Aussage ist nicht korrekt. Schau mal ins Datenblatt.
Die Meanwell LDD-L gibt es auch mit 1200mA, bei Lumitronix wird diese aber nicht angeboten.

Wenn Du dir die Graphen auf der letzten Seite des Datenblattes anschaust, muss die Eingangsspannung ca. 3V größer sein, als die Led alleine benötigen würde.
Bei 12V kannst Du 3 Leds a 3V anschließen. 3x 3V = 9V; Drop: 12V - 9V = 3V.
Bei 24V kannst Du 7 Leds a 3V anschließen. 7x 3V = 21V; Drop: 24V - 21V = 3V.

Die Vorwärtsspannung der MK-R liegt mit 1250mA bestromt bei ca. 12,2V.
12,2V + 3V = 15,2V.
Woher willst Du diese Spannung nehmen?

Die max. Bordspannung im Auto wird nur bei laufendem Motor erzielt. Nur dann läuft auch die Lichtmaschine und diese produziert ca. 14,4V.
Rechnet man hier den Drop der KSQ runter, können max. 11,4V an die Led geliefert werden.
Und das reicht nur für einen Strom bis max. 350mA.
Folglich kannst Du auch nur eine 350mA Konstantstromquelle gebrauchen.
Game0Pat
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Do, 02.06.16, 16:37

Entweder bin ich doof oder die Angaben im Datenblatt sind sehr pessimistisch gewählt.

Habe gerade mal probehalber eine der LED's an eine 1000mA KSQ angeklemmt (besagte Meanwell LDD-LW). Die KSQ habe ich mit 12V (gemessen 12,77V) von einem kleinen Netzteil mit max 3,4A Ausgangsstrom "befeuert". Die LED ging wider Erwartens an.

Nun wollte ich natürlich mal wissen wie viel Spannung denn jetzt tatsächlich an der LED ankommt.
Habe die also mal drei Minuten leuchten lassen (auf einem Kühlkörper versteht sich) und dann mal gemessen: 11,62V
Den Strom habe ich vorsichtshalber auch mal nachgemessen, nicht dass da einfach "gedrosselt" wird. Hat sich nach ca. einer Minute bei 1,13A eingependelt ...

Ich fasse zusammen:
Ich habe eine 1A KSQ mit einem angeblichen Drop von 3 Volt.
Gemessen habe ich allerdings eine 1130mA KSQ mit einem Drop von lediglich 1-1,2 Volt.

Muss ich jetzt bei der 1200mA KSQ auch Angst haben, dass da plötzlich 1,3-1,35A rauskommen und das mir die LED zerschießt?
Testweise habe ich die zweite 1A KSQ noch angeschlossen und habe +-3% die selben Werte bekommen.

Bin ich jetzt deppert? Messe ich irgendwas falsch?
Die LED hat ja offensichtlich die ganze Zeit über geleuchtet und das auch verdammt hell (ich bin mittlerweile halb blind ^^).
Borax
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Do, 02.06.16, 21:09

Dass solche KSQs in der Nähe der Minimalspannung mit dem Strom hoch gehen ist weitgehend normal. So gesehen ist das mit dem 'Drop' nicht ganz korrekt. Bei den Anvilex KSQs ist es aber genau das gleiche. Da steigt auch der Strom über den Nennstrom an, wenn man mit der Eingangsspannung relativ nahe an die LED-Spannung ran kommt. Der 'echte' Drop ist nur ca. 0.5V. Aber der Strom steigt dann eben um ca. 10% an. Bei mehr als 2-3V Differenz stimmt er dann recht genau.
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Do, 02.06.16, 21:38

D.h. für mich, bei laufendem Motor bzw. den 14,4V kommt der Strom schon eher wieder auf die 1000mA?

Ich denk ich werd das am Auto einfach durchmessen, dann seh ich ja was Sache ist.


Der Wechsel auf die o.g. LED liegt nur dem zugrunde, weil eine der alten XHP50-J4 durch ist. Ich hab nur leider keine Ahnung warum. Entweder hats die alte KSQ zerschossen und die hat zu viel Spannung abbekommen oder sie wurde zu heiß. Die LED sieht auf jeden Fall nicht sonderlich gut aus. Ich werd mal am Montag ein Bild hochladen.

Ich hab die Vermutung, dass entweder der Kühlkörper nicht ausreichend dimensioniert war oder das Wärmeleitpad die Wärme nicht ausreichend abgeführt hat.
Zum Test werde ich die noch funktionierende LED mal ne Zeit anmachen und Temperatur, SPannung und Strom messen und die Werte kontrollieren.
Ich berichte euch.

Falls nämlich die Temperatur das Problem ist, muss ich wohl auf die Cree MKR verzichten, da die knapp 3 Watt mehr Leistung zieht (ausgehend von 12V und 1A, bei der 1,2A KSQ wirds dementsprechend mehr).
oscar
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Fr, 03.06.16, 17:35

Hi,

lies Dir vielleicht mal das da durch: http://www.elektroniknet.de/automotive/ ... kel/87359/
Bei Automotive können Spannungspitzen bis zum Siebenfachen der Nennspannung auftreten.

Grüße, Markus
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Mo, 06.06.16, 07:00

Würde es dann aber nicht eher die KSQ statt der LED erwischen?

Gehen wir davon aus, dass hier wirklich eine Spannungsspitze Schuld trägt. Warum hat es dann nur eine der beiden LED's hinter der KSQ erwischt? Müssten da dann nicht auch einfach beide durch sein?
So gesehen wäre aber meiner Meinung nach eher die KSQ durchgeflogen.

Somit bleibt eigtl. nur noch eine zu hohe Temperatur in der LED als Grund übrig.

Vielleicht kann ja jemand noch mit der Tatsache was anfangen, dass die LED kurz vor dem Ableben immer bläulicher statt weiß geleuchtet hat. Oftmals flackerten dann beide, irgendwann leuchtete die eine dann ganz blau und jetzt ist sie komplett durch. Zumindest sieht die kleine Linse nicht mehr wirklich schön aus. Ab und an flackert die LED noch, aber für mich ist sie tot.
Da war dann wohl das selbstklebende Wärmeleitpad einfach zu dick oder hat nicht ordentlich an LED und/oder Kühlkörper gehaftet.

Wenn ich die defekte LED Überbrücke funktioniert die andere nach wie vor einwandfrei. Die KSQ sei also wohl auszuschließen.
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Mo, 06.06.16, 07:14

In einer Reihenschaltung wird nur eine Led (das schwächste Glied der Kette) geschrottet. Sobald diese kaputt ist, ist die Leitung unterbrochen. Es ist aber nicht auszuschließen, dass alle anderen Leds in dieser Reihenschaltung bereits vorgeschädigt wurden.

Gegen Spannungsspitzen kann man was machen.
Siehe diesen Beitrag von Borax: Re: Hilfe bei KFZ Tagfahrlicht umbau.

eine Transildiode (D1) schützt vor zu hohen Spannungen,
eine Induktivität (L1) filtert parasitäre Frequenzen --> muss den Strom aushalten können, der durch die Leitung fließt.
Game0Pat
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Mo, 06.06.16, 13:22

Ja so einen "Spitzenkiller" hab ich mir bereits überlegt zu bauen, kostet ja nicht viel und macht auch kaum Aufwand.
Da ich ja dann in Zukunft zwei KSQ's parallel mit Spanung versorge, soll ich dann je einen Killer pro KSQ oder reicht es einen für zwei KSQ's zu machen?
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