Lötzinn "Perlt"

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

Milerind
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Do, 17.05.07, 10:33

Also die frage wird zwar nun ziemlich "noobig" sein ^^ aber ok,...

Ich habe ein problem wenn ich versuche zu löten (etwas zinn versuch an der spitze zu bringen^^) fängt zinn an zu perlen also schmilzt bleibt aber nicht an der lötzspitze woran liegt das? Mache ich was falsch ?^^
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Sailor
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Do, 17.05.07, 10:36

Wie alt ist die Lötspitze?
Hast Du sie mit Schmirgel "gereinigt"?


Edit:
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Milerind
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Do, 17.05.07, 10:42

ne habe die noch nicht gereingt oft benutzt wurde sie aber nicht mache das gleich mal hoffe es klappt :D
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Sailor
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Do, 17.05.07, 10:45

Aber bitte nicht mit Schmirgel!

Reinigen am besten über einen leicht feuchten Schwamm oder ein leicht feuchtes Tuch!

Danach mit etwas Lötzinn mit Flussmittel wieder "versilbern".
Milerind
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Do, 17.05.07, 11:07

vielen dank es klappt nun wieder :D :))
Zockerdad
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Do, 17.05.07, 11:55

Milerind hat geschrieben:vielen dank es klappt nun wieder :D :))

....und immer schön Lötfett nehmen :wink:
Synthy82
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Do, 17.05.07, 13:15

Lötfett? Was nehmt ihr denn so für Elektronik? Ich hab bei meinen letzten Lötvorgängen, die zugegebenermaßen aber schon etwas zurückliegen, immer Kolophonium genommen..
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Sailor
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Do, 17.05.07, 13:26

Die Diskussion hatten wir schon mal: Bleibt mit Lötfett und -wasser von elektronischen Schaltungen weg.
Das macht mehr kaputt, als es gut machen kann!

Wenn das Flussmittel im Lötzinn nicht reicht, wird beim Löten ein Fehler gemacht!
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alexStyles
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Do, 17.05.07, 13:53

Sailor hat geschrieben:Wenn das Flussmittel im Lötzinn nicht reicht, wird beim Löten ein Fehler gemacht!
Da stimme Ich voll zu...
zumindest bei allen normalen kleinen Lötarbeiten...
Wenn man jetzt Blech lötet oder sonstwas ist das was anderes...
Aber bei Elektronik...
Sollte das Flussmittel schon reichen vom Lötzinn selbst
Hatte bisher auch noch keine Probleme damit...
Und eine saubere Lötsptize ist natürlich auch immer wichtig :)

MfG Alex
Garfield
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Fr, 18.05.07, 10:02

Hallo,

es kann schon sein, dass man mal etwas Flussmittel braucht, wenn man keine Übung hat.
Oder auch bei besonders hartnäckigen Sachen. Dann aber bitte unbedingt Kolophonium verwenden. Nix aus dem Baumarkt!
Ist ausserden auch billig. Ich hab mir da mal vor was weiß ich wie vielen Jahren ein kleines Döschen gekauft, für ein paar Pfennige. Ist jetzt immer noch mindestens halbvoll ...

Eine mit Schmirgel behandelte Lötspitze ist dem Tode geweiht! Die Lötspitzen sind beschichtet. Wenn man diese Beschichtung abkratzt, hält die Lötspitze wahrscheinlich nicht mehr lange. Im Extremfall fängt das Material sogar an, sich aufzulösen.

Gruß
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Elektronikmann
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Fr, 18.05.07, 10:23

Wenn wir gerade mal beim Lötzinn sind, wer hat schon mal Bleifrei gelötet und kann hier einen
Erfahrungsbericht schreiben.

Da das alte Lötzinn seit 2007 verboten ist und es nur noch wenige Restbestände gibt, währe
es mit Sicherheit interessant etwas darüber zu erfahren. Soll nicht so einfach sein mit dem Bleifrei löten.
MfG
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lithi
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Fr, 18.05.07, 10:34

ich hatte das zeug mal privat gekauft und bei uns in der schule haben wir das zeug auch inzwischen.
der letzte rotz das zeug. um saubere lötstellen zu bekommen, muss jede lötstelle von anfang an sitzen, nach einem zweitlöten werden die lötstellen total sch**ße, zu vergleichen mit lötstellen mit zu wenig flussmittel. man kann zwar lötfett oder -wasser benutzen, dann braucht man aber soviel, dass es von der platine tropft.
das waren zumindes meine erfahrungen. bleihaltiger lötzinn ist wirklich der beste und damit macht man die schönsten lötstellen.
DaCHRlS
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Fr, 18.05.07, 10:49

Das ist auch das was in den ganzen Handouts und Datenblättern zu lesen ist.

Der Schmelzpunkt von bleifreiem Lötzinn liegt bei ab 217°C und höher. Das Prozessfenster zwischen 235° und 250°. Die Löttemperatur muss konstant 120° über dem niedrigsten Schmelzpunkt liegen, also bei mindestens 337° Kolbentemperatur und höher.

Die Verlötung muss in einem Zyklus erfolgen, da innerhalb des ersten Lötzyklus das komplette Flussmittel verdampft! Des Weiteren kann ein erneutes Aufschmelzen durch die Zusammensetzung des reinen Lötzinns das Kupfer ablegieren und zu Ablösungen der Lötaugen, sowie Auflösen der Leiterbahnen führen. Platinen mit Kupferauflagen kleine 17,5µ sind außerordentlich kritisch.

Auch beim ersten Lötzyklus kann es bei allen Platinen zum Lösen der Lötaugen kommen, da die Temperatur in Kombination mit der höheren Lötdauer, die man benötigt leicht zum Ausbrennen führt.

Bleihaltige Schaltungen dürfen nicht mit bleifreiem Zinn nachgearbeitet werden. Diese können nur noch entsorgt werden.

Um ansatzweise bessere Ergebniss bei der Handverlötung zu produzieren, die trotzdem auch nicht an verbleites Löten heran kommen muss man mit speziellem Lötzinn arbeiten. Dieses bleifreie Spezialzinn hat eine Beimischung von mindestens 4 % Silber, was die Schmelztemperatur auf 183° senkt, somit ab 303° Kolbentemperatur gebräuchlich ist. Auch die Lötdauer ist hierbei deutlich geringer.

Für empfindliche Bauteile gibt es scheinbar dann keine andere Möglichkeit als das Silberzinn zu kaufen, aber das soll wohl schweineteuer sein... :-(

Ach ja, eins habe ich noch vergessen, die Lötspitzen sollten jetzt immer möglichst kurz und möglichst dick sein, also möglichst große Spitze, jedoch kurz gehalten. Mit langen dünnen Spitzen, wie ich sie zurzeit fast nur noch einsetze, um auch kleine Bauteile gut löten zu können soll man wohl gar nicht mehr klar kommen...es sei denn man hat eine Lötanlage mit Stickstoff, dann geht das wohl... <== das meinen die ernst, das stand da so...löl...
Garfield
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Fr, 18.05.07, 12:00

Falls irgendwo noch Restbestände zu bekommen sind, würde ich dazu raten, sich einen Vorrat an "altem" Lötzinn anzulegen.
Hab ich auch gemacht.
Ich bin mir aber gar nicht so sicher, ob diese Richtlinie für Privatpersonen überhaupt relevant ist. Schaut mal bei Reichelt nach. Da wird neben "bleifreiem" Lot auch "halogenfreies" Lot angeboten. Ist selbst im aktuellsten Katalog noch drin: Sn60 Pb38 Cu2. Also schlagt zu!


Gruß
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Cyberhofi
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Fr, 18.05.07, 12:08

Das Bleihaltige Lötzinn is doch garnicht verboten, das ganze ROHS is eigentlich nur ein ziemlich großer schwindel bzw. ne Halbwahrheit, denn an Sicherheitsrelevanten Bauteilen (Auto, Medizintechnik usw.) wird weiterhin Bleihaltiges Lot verwendet, man kann auch (Firmenintern oder Privat) bleihaltig löten, man darf das gelötete nur nicht in den Umlauf bringen, also verkaufen oder so...
DaCHRlS
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Fr, 18.05.07, 12:12

Ohne Ausnahme?

Dann bricht den Radio-/Fernsehtechnikern, Servicewerkstätten, usw. doch jetzt nahezu 100 % Geschäft im Reperaturbereich ein...war neuzeitlich ja ohnehin schon viel weniger was noch selber repariert werden konnte...die dürfen bleihaltig gelötete Geräte nicht bleifrei nachlöten und bleihaltig löten dürfen sie dann auch nicht mehr, da die ElektroG / RoHS das in Umlauf bringen verbietet!?

Geile Nummer...wer hat sich das denn wieder ausgedacht? Grummel...

Mal nicht davon zu reden, dass das nur den Elektronikbereich betrifft und alle anderen Branchen teilweise mit reinem Blei arbeiten...echt ein Witz... :-(
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Elektronikmann
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Fr, 18.05.07, 12:27

Bin gerade dabei in einer Firma das Lager zu sortiere.
80% könnte man entsorgen, da es nicht mehr verwendet werden darf.
In einem Betrieb der Platinen bestückt geht man von etwa 3% Ausschuss aus.
Anfang des Jahres mit Einführung der neuen Richtlinien waren es 30-50%.
Hauptsächlich bestückungen mit SMD.

MfG
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Fr, 18.05.07, 14:32

DaCHRlS hat geschrieben:Ohne Ausnahme?

Dann bricht den Radio-/Fernsehtechnikern, Servicewerkstätten, usw. doch jetzt nahezu 100 % Geschäft im Reperaturbereich ein...war neuzeitlich ja ohnehin schon viel weniger was noch selber repariert werden konnte...die dürfen bleihaltig gelötete Geräte nicht bleifrei nachlöten und bleihaltig löten dürfen sie dann auch nicht mehr, da die ElektroG / RoHS das in Umlauf bringen verbietet!?

Geile Nummer...wer hat sich das denn wieder ausgedacht? Grummel...

Mal nicht davon zu reden, dass das nur den Elektronikbereich betrifft und alle anderen Branchen teilweise mit reinem Blei arbeiten...echt ein Witz... :-(
Nein, ROHS gilt nur für neue Produkte, wenn der Fernseher bleihaltig gelötet war darfste den auch bleihaltig nachlöten...
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lithi
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So, 20.05.07, 00:10

hab ich es dann richtig verstanden, das es also beihaltiges lötzinn immernoch zu kaufen geben wird?
denn mit welchen bleihaltigen lötzinn soll man nachlöten, wenn es keinen mehr zu kaufen gibt?
luckylu1
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So, 20.05.07, 05:35

macht euch mal keine sorgen, "normales" zinn wird es auch weiterhin geben.

hatte auch schon mit dem "neuen" zu tun, lötet sich echt bescheiden und die lötstellen sehen auch immer nicht gut aus.
meine wahl ist das gute alte, auch in zukunft, seht euch nur mal das zeitfenster zum löten der P4 an, das ist
mit bleifreiem lot ohne teure technik eigentlich nicht zu machen, beim vergleich der P4 mit star und der ohne,
hab ich festgestellt, dass die ohne star besser sind, woran das wohl liegt?

und zu der frage, wer sich so etwas ausdenkt, ist nur zu sagen, das es die gleichen leute sind, die dafür sorgen,
das fast jeder autofahrer nen zweiten satz reifen im keller liegen hat, alte autos bald nicht mehr gefahren werden dürfen, bald jedes jahr ein tüv fällig wird (komisch nur in der schweiz wird alle 3 jahre ein tüv fällig wird und die haben statistisch auch nicht mehr unfälle) usw.
es geht immer nur um kohle!

da ich mich ja mit recycling beschäftige, es spart 1. aufwand beim recycling (blei und zinn sind zusammen sehr beständig und schwer zu entfernen und zu trennen) 2.(und das dürfte das wichtigere sein) sind zinn und silber teuer und begehrt, über den umweg der elektronik kommen interessante mengen nach europa. deswegen, darf ja auch kein elektronik-schrott exportiert werden, wer etwas von umweltschutz faselt, soll mal überlegen,warum die ganzen alten autos nach afrika dürfen.

das gleiche gilt für diesen ganzen klimahumbug! das von den gesamten "treibhausgasen!" noch nicht mal 3% vom menschen verursacht sind, wird nicht erwähnt! das das eigentliche "treibhausgas" wasserdampf ist, und ein vielfaches an wirkung zeigt, wird verschwiegen das die sonne bekanntermassen rhytmisch stärker strahlt, wird einfach "vergessen" ! naja,die majas sind deswegen untergegangen, aber das ist ja lange her. wichtig ist doch nur, das neue autos verkauft werden, dass bringt schliesslich kohle und nur das zählt!

ach *Haufen*, alles off topic, kann das mal jemand löschen, sonst fängt noch wer an zu denken und fragt sich ev. wer an den milliarden die zur terroristenbekämpfung ausgegeben werden verdient oder warum wir bald nen überwachungsstaat haben, auf den die ostdeutsche staatssicherheit neidisch gewesen wäre!

warum eigentlich diese eile, ev. ist ja bald alles vorbei LOL
zitat: "Oktober des Jahres 2028 die Erde in einem Sicherheitsabstand von 900.000 km passieren. ... 1 km großer Asteroid mit einem Mond von etwa 150m Größe ein...."
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jasonJT
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Fr, 01.06.07, 20:12

Hallo!

Ich hätte auch mal eine kurze Frage möchte nun aber keinen neuen Thread aufmachen: Ich hab bei meinem Lötkolben (billiger aus dem Hagebaumarkt, tuts aber völlig...) die Spitze herrausgenommen und mit so einem Schleifgerätdings bearbeitet damit ich eine schöne Spitze bekomme, nur wenn ich nun Löten will "schmilzt" das Lötzinn nicht mehr und das ist neu und hat vor der Verarbeitung auch immer geklappt... :roll:


Hoffe ihr wisst was ich falsch gemacht hab..

mfg
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Fr, 01.06.07, 20:16

Damit hast Du die Spitze "kaputtgereinigt".

Naja, wenn es eh ein billiger Lötkolben ist, ist das Lehrgeld ja nicht so hoch. :wink:

Zum Reinigen wurde oben ja schon einiges geschrieben.
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jasonJT
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Fr, 01.06.07, 20:37

Aber die Spitze besteht doch eigentlich nur aus Kupfer oder? Dann müsste es doch egal sein ob ich davon was wegschleife oder nicht...??!!

mfg
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Fr, 01.06.07, 21:02

Ich denke, das wurde oben von Garfield schon beantwortet: wenn die Beschichtung weggeschmirgelt wurde, ist die Spitze für elektronische Lötarbeiten nicht mehr geeignet.
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jasonJT
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Fr, 01.06.07, 21:17

Mhm aber irgendwo hab ich mal gelesen das man Lötspitzen die nicht mehr richtig gehn mit einer Feile bearbeiten kann oder so.. naja das Ergebnis hab ich ja nun dann muss wohl eine neue Lötspitze her..

Danke für die Antwort!

mfg
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