Pflanzenwuchs unter Led Beleuchtung

Moderator: T.Hoffmann

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xotic
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Mo, 25.01.10, 22:32

hi !!

hab was feines in meiner pc kiste gefunden , einen prozessorkühler den kupferkern der vorher drauf war hab ich einfach auf der herdplatte vom alukörper getrennt somit habe ich jetzt eine riesenfläche für die starplatinen .
traue mich leider noch nicht auf den emittern herum zu löten . da sind glaube ich die starplatinen besser fürs erste mal :D

der alukühlkörper hat eine grösse von 8,5 x 7,5 cm da passen die starpaltinen glaube ich schön drauf .

und falls mal zu heiss wird hab ich noch den passenden lüfter dazu .


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Was sagt ihr dazu ?

Mfg xotic
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alexStyles
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Mo, 25.01.10, 22:59

Passt! :wink:

Klebst du die Emitter mit dem Arctic Silver Wärmeleitkleber auf? Wäre empfehlenswert.
freed
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Fr, 05.02.10, 18:08

Hi!
Ich weiß, der Thread ist alt...
Aber falls noch jemand reinschaut: was haltet ihr von den neuen Cree XP-G R5 LEDs? geben ja anscheinend richtig viel Licht ab.
grüße, Freed
Ragnar Roeck
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Fr, 05.02.10, 18:43

Die würde ich ohne mit der Wimper zu zucken in jedem Design als weiße LED einsetzen, bzw. sogar als Ersatz für die blauen, so wie ich das auch gemacht habe (nur kaltweiß und rot). Zu viel Licht gibt es bei Pflanzen kaum.
freed
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Sa, 06.02.10, 14:23

Und eine Beleuchtung ausschließlich mit denen? Glaubst du die hat zu wenig Rot?
Habe grade aus Spaß mal ein paar Zucchinis gepflanzt, die jetzt ausschließlich diese LEDs abbekommen.
Grüße
Ragnar Roeck
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Sa, 06.02.10, 21:43

Bei allem, was nicht blüht hat man sehr gute Chancen mit kaltweiß alleine aus zukommen, ob man damit aber blühende Pflanzen züchten kann ist schwer zu sagen. Bisherige Änderungen haben immer eher den blauen und weißen Bereich der Leuchten betroffen, bei rot hat man relativ wenig verändert, dass war immer in der Überzahl gegenüber anderen Farben.
freed
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Sa, 06.02.10, 22:52

Na gut, ich werde mal versuchen die Zucchins mit den XP-G groß zu ziehen, und wenn sie in die Blühzeit kommen rot dazuhängen. Irgendwelche vorschläge welche rot am besten geeignet ist?
Werde mir Mühe geben mal eine Digicam aufzutreiben, um das ganze zu dokumentieren..,
xotic
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Mi, 10.02.10, 16:06

grüss euch
welche rote led hast du denn ?

ich bin am überlegen ob ich die warmweissen weg lassen soll , und nur eine rote .
oder sollte man alles mischen royal blau , rot , warm weiss , und die neuen xpg r5 kalt weiss?

mfg xotic
Ragnar Roeck
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Mi, 10.02.10, 20:32

Ich habe damals die Luxeon K2 rot genommen, leider läuft deren Produktion aus. Jetzt würde ich wohl die Rebel nehmen, oder nochmal die K2, die halten ja schließlich bis zu 50000h wenn man sie pfleglich behandelt. In ein paar Jahren gibt es hoffentlich im roten Bereich mal einen Sprung wie über die letzten 2 Jahre bei den weißen und dann tauscht man die alten K2 gegen die aktuellen LEDs aus.
HerrLorenz
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Do, 18.02.10, 15:18

Hallo Leute!

Auch ich kann mich für LED-Technik sehr begeistern und wünsche mir, dass sie in allen Bereichen des alltäglichen Lebens Ihren Siegeszug einhalten...

Neben der Beleuchtung per se, interessiere ich mich sehr für LEDs als Pflanzenlicht.

Da ich bis dato leider wenig Erfahrungen als Hobby-Bastler, wie auch als Hobby-Heim-Gärtner habe, bitte ich um Eure Unterstützung.

Folgendes: Ich habe mir die Samen der bemerkenswerten Telegraphenpflanze angeschafft...

http://cgi.ebay.de/Desmodium-gyrans-Tel ... 483865800e

...und möchte diese erfolgreich aufziehen.

Könnt Ihr mir Empfehlungen für den Bau von LED Pflanzenlichter geben, was den Kauf und Aufbau der Bauteile betrifft, wenn es sich um eine so exotische Pflanze handelt? Kann ich das Problem, dass diese Pflanze ein recht hohes Raumklima benötigt, auch mit Hilfe von LED Beleuchtung lösen, oder sollte ich da lieber auf altbewährte Methoden zurück greifen?

Mein Traum ist es, irgendwann einen kleinen "Garten" zu haben, der Pflanzen beheimatet, die sich bewegen, wie z.B. diese Telegraphenpflanze und die Mimose und auch Fleisch fressende...

Schon Vorab vielen Dank für Eure Antworten!

Gruß,
Peter
Zuletzt geändert von HerrLorenz am Do, 08.05.14, 08:13, insgesamt 2-mal geändert.
Ragnar Roeck
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Do, 18.02.10, 22:50

Bei Exoten natürlich ganz schwer zu sagen. Du könntest praktisch der erste Mensch sein, der versucht sie unter LEDs zu züchten. Wenn Du es trotzdem versuchen willst, bleib bei einem 1 blau, 2 weiß (eine kalt, eine warm) auf 7 rote LEDs Schema und gib nicht unter 50W Leistung, also um die 16-20 LEDs.
Markusx26
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Fr, 19.02.10, 05:23

Also Pflanzen unter LED zu ziehen gibt es bereits seit einigen Jahren. Einfach mal in Ebay nach Grow LED oder UFO LED suchen. Plane momentan auch ein Pflanzenlicht, bloß mit den starken Luxeon/Rebel LED´s werd ich das als Anfänger net schaffen. Ich hab heute mal angerufen im Shop und die haben mir gleich gesagt, dass ich für eine sehr gute Kühlung sorgen muss, da diese LED´s eine Unmenge Abwärme produzieren. Schafft man es nicht die Abwärme ausreichend abzuführen, dann hast du schnell mal so einige Euro in Rauch umgesetzt. Werd jetzt mal warten was der Techniker zu meiner Planung sagt. Laut meiner Planung müsste ich mit einem selbst gebauten Panel mit 128 LED´s um die 100 Lumen + X schaffen. Sollte/müsste eigentlich ausreichen, um die Pflanzen zu stimulieren. Mal sehen wie sich die ganze Planung weiter entwickelt.
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Sailor
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Fr, 19.02.10, 07:56

Auch bei den 128 LED´s musst Du die Wärme wegbringen. Bei gleichem Wirkungsgrad der LED-Typen hast Du auch die gleiche Wärmemenge.

Den gleichen Effekt wie mit 128 der 5 mm LED´s erreichst Du mit 7 High-Power-LED´s bei 350 mA bei einem Lichtstrom der deutlich über 500 Lumen liegt, bei guten LED´s über 700 Lumen. Diesen Wert kannst Du auch mit weniger 5 mm LED´s (bzw. Superflux) erreichen, wenn Du Dir z.B. die Nichia ansiehst.

Mit beiden hast Du eine Leistungsaufnahme der LED´s von etwa 8 Watt und die müsse als Wärme weg. Einfacher ist es, die Wärme über einen geschickt aufgebauten LED-Träger aus Alu abzuführen als aus einem engen Array auzupusten.

Wenn Du möglichst wenig Wärme produzieren möchtest musst Du die effizientesten LED´s der jeweiligen Kategorie heraussuchen. Je höher die Angabe der Lumen pro Watt desto geringer ist die Wärmeenergie, die abgeführt werden muss.

Um es nochmal zu verdeutlichen:

1 Watt elektrischer Leistung erzeugt in einem 5 mm LED-Array mit 100 Lumen pro Watt die gleiche Wärmemenge wie eine High-Power-LED mit 100 Lumen pro Watt.
aclarit
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Fr, 19.02.10, 17:05

Hallo zusammen,

Nach der Durchsicht der 19 Seiten bin ich jetzt etwas verwirrt. Zum Teil wird scheinbar nur mit weissen, warmweissen und blauen LEDs gearbeitet, anderseits wird wieder die Wichtigkeit von roten LEDs betont.

Ist es so, dass es für die Blüte einen erhöhten Rotanteil braucht? Wenn ja, kann man den nicht auch erhöhen, indem man mehr warmweisse LEDs verwendet? Oder ist der Anteil an rotem Licht erheblich kleiner als bei roten LEDs?

Ich möchte gerne in einer Garage einen kleinen Garten anlegen mit diversem Gemüse und Kräuter. Die höchsten Pflanzen werden wohl die Cherrytomaten sein, brauchen daher am meisten Licht. Wie viele LEDs brauche ich, um ca. vier Tomatenstauden auf einem m2 zu beleuchten?

Vielen Dank für eure Hilfe
HerrLorenz
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Fr, 26.02.10, 11:02

Hallo!

Auch ich danke Euch sehr für Eure Rückmeldungen und Tipps.

Ich habe versucht, mich weiter in das Thema rein zu lesen, muss aber mein Projekt wohl doch aufgrund mangelnder Fachkenntnisse aufgeben...

:(

Das ist ja auch nicht weiter schlimm...

Könnt Ihr mir bitte Tipps geben, wo ich ein für mein Vorhaben, ein so exotisches Gewächs wie die Telegraphenpflanze aufzuziehen, ein geeignetes LED-Pflanzenlicht beziehen kann?

Ich habe nämlich auch gelesen, dass viele Produkte, die angeboten werden, völlig unbrauchbar sind. Da ich mir die Samen extra aus Südafrika habe einschiffen lassen und ich die Pflanze so liebe (sie bewegt ihre Blätter unablässig) bitte ich Euch u Eure Unterstützung!

Vielen Dank an Euch alle!


Gruß,
Peter
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John.S
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Fr, 26.02.10, 13:36

Moin,

Ich habe im "Konkurrenzforum" einen Test durchgeführt, wo ich eine Chili und Tomatenpflanze komplett von der Keimung bis zur ersten Ernte aufwachsen lies. Gut, bei der Tomatenpflanze war es nur bis zur Blütte, dann wurde die Pflanze einfach zu gross und ich msuste sie in die Sonne stellen. :lol:

Aufjedenfall hatte ich teilweise an die 10000K Farbtemperatur und höher, und die Chili blühte was das Zeug hält. Die Aussage, das mehr Rot gleich bessere Blüte ist, habe ich bischer auch nur in Hanfforen gelesen, in keiner wissenschaftlichen Publikation und schon gar nicht Lehrbuch. Von daher halte ich das für Quatsch. Das sieht man schon daran, dass Chili zum Beispiel im Frühling-Sommer blüht, wo die Farbtemperatur des Sonnenlichtes ihr Maximum erreicht. Wieso sollte man da jetzt mehr rot geben? :?: Das könnte man höchstens auf spät blühende Pflanzen wie hanf übrtragen, die im Herbst blühen. Aber selbst im Herbst sinkt die Farbtemperatur kaum unter 4000K. Das ist aber neutralweiß und ist Meilen von dem extremen Warmweiß der NDL Lampen mit nur 2000K entfernt.

Rot hat aber den Vorteil, dass es pro Photon weniger Energie enthält, sodass eine rote Led mit selber Strahlungsleistung mehr Photonen abstrahlt. Leider verkehrt sich das in der Praxis ins Gegenteil, da rote Leds sehr schlechte Wirkungsgrade haben. Speziell die Luxeon, die nicht mehr Licht abstrahlen als eine rote XR, dafür aber gleich mal eine 1V höhere Flussspannung haben als die Cree und andere rote Leds.


Beste Grüße,

John.S
Loong

Fr, 26.02.10, 18:06

Servus,
John.S hat geschrieben:Die Aussage, das mehr Rot gleich bessere Blüte ist, habe ich bischer auch nur in Hanfforen gelesen, in keiner wissenschaftlichen Publikation und schon gar nicht Lehrbuch. Von daher halte ich das für Quatsch.
Ich auch. Die Sonne richtet ihr Spektrum ja auch nicht nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen aus. Für die Blühinduktion spielen andere Faktoren eine weit gewichtigere Rolle als die Zusammensetzung des Lichts: Die Länge der ununterbrochenen Dunkelphase, Umgebungstemperatur und Alter der Pflanze.

Wenn es nur darauf ankommt, den Pflanzen möglichst viel "Wuchslicht" zur Verfügung zu stellen, kommt man mit einer Mischung aus roten und blauen LEDs am weitesten. Weiß kann man getrost rauslassen, das ist nur für den Betrachter und vermindert die effektive Wuchslichtausbeute. Eine Mischung aus Cree XP-E Royal Blue und Red (jeweils höchstes Binning) im Verhältnis 2:5 kommt auf eine Wuchslichtausbeute, welche die herkömmlicher Lampen um den Faktor Anderthalb übertrifft. Ich hab mir 'n Excel-Sheet gestrickt, das mir die Wuchslichtausbeuten wählbarer LED-Kombinationen errechnet. Im kommerziellen Pflanzenbau macht man sich das inzwischen zunutze und es gibt entsprechende LED-Gewächshausbeleuchtungen zu kaufen, die sich aufgrund der Stromersparnis bald amortisieren.

Viele Grüße
Robert
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NanoM
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Sa, 27.02.10, 14:57

Hallo zusammen,

auf das Thema LED-Pflanzenbeleuchtung bin ich vor relativ kurzer Zeit gestoßen. Es ging eigentlich darum, LED-Spots für die Wohnraumbeleuchtung zu besorgen. Als mir dann die Farbtemperatur-Angaben aufgefallen sind, kam mir die Idee, dass ich für die Überwinterung anstatt der bisherigen CFL 125W-6500K vielleicht mal mit LED-Licht herum probieren sollte. Aber es stellte sich schnell heraus, dass dieses Thema sehr komplex ist und ich bei der Emitter-Auswahl ganz genau hinschauen muss, damit sich die Installation einer LED-Beleuchtung auch wirklich lohnt. Wie ich sehe, gehts Euch dabei nicht anders. Ich denke auch, dass das Thema noch am Anfang steht. Hängt vielleicht auch damit zusammen, dass man eine Leuchtstoffröhre schneller und einfacher anbringen kann. Mich hat es jedenfalls in den Bann gezogen und ich bleib dran.

Wie weiter oben schon erwähnt wurde, hat der PAR-Wert keine Aussagekraft für Pflanzenfreunde. Um sich eine geeignete Emitterauswahl zusammen stellen zu können, muss man entweder bei anderen abgucken (was mir aber zu lange dauert, da es zwar schon einige gute Versuche dazu gibt, aber noch zu wenig zu den jeweiligen Emitter-Modellen) oder man kümmert sich selber um entsprechende Ergebnisse. Dazu hab ich mich dann gefragt, wie man den photosynthese-relevanten Wirkungsgrad von LEDs bestimmen könnte. Ich würde denken, dass die Menge von abgegebenem O2 der beste Indikator ist. Das vegetative Verhalten der Pflanzen beruht auf einem Antagonismus beim Zusammenspiel verschiedener Wellenlängen, somit kann das Wuchsverhalten eine Aussage über das bereit gestellte Spektrum machen, was im vorherigen Beitrag schon angesprochen wurde und meine nächste Versuchsreihe wäre. Aber bleiben wir erst mal bei der O2-Freisetzung. Ich würde gerne für verschiedene LED-Modelle entsprechende Versuche machen, mein Problem liegt darin, wie ich die Menge an abgegeben O2 einsammeln kann. Hat jemand ne Idee ?

Danke fürs Mitlesen ... Tobi
Ragnar Roeck
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Sa, 27.02.10, 22:09

NanoM hat geschrieben:Hallo zusammen,

Wie weiter oben schon erwähnt wurde, hat der PAR-Wert keine Aussagekraft für Pflanzenfreunde.

Ich würde denken, dass die Menge von abgegebenem O2 der beste Indikator ist.

Danke fürs Mitlesen ... Tobi
- Der PAR-Wert (Photosynthetically Active Radiation) ist von den erhältlichen Werten noch der wichtigste für Pflanzen, mit Lux und Lumen kann man da wenig anfangen. Noch besser wäre PPFD, bzw. PFD solche Werte findet man allenfalls im Datenblatt zur Osram Plantastar.

- O₂ lässt sich nicht so leicht messen wie die komplette Biomasse der Pflanzen über einen Versuch hinweg. Interessant sind da ja immerhin auch die Früchte und deren Qualität, ob das in einem direkten Zusammenhang zum Abscheiden von O₂ steht, ist für mich schwer zu sagen.
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NanoM
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So, 28.02.10, 01:28

Moin Ragnar Roeck,

Biomasse ist ein gutes Stichwort. So könnte man da auch ran gehen. Problem ist nur, dass es selbst innerhalb einer Generation einer reinerbigen Art unterschiedliche Varianten bezüglich des Wuchsverhaltens gibt, was zu unterschiedlichen Biomassen führt. Ich würde gerne dabei bleiben und die Photosyntheserate über den Gasaustausch bestimmen. Man müsste dazu bspweise die Pflanze in einen luftdichten Behälter stellen, nach einer bestimmten Zeit den CO2-Anteil in der Luft messen und mit dem Anfangswert vergleichen. Nur wie kann ich das messen, bzw womit? Gibts da vielleicht etwas ähnliches, vergleichbar mit Lackmuspapier für den pH-Wert, also ich mein irgendwelche Indikatoren für Gase?

Gruß ... Tobi
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NanoM
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So, 28.02.10, 20:06

Danke Dir !
aclarit
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Do, 04.03.10, 11:21

Hallo nochmals,

Es ist schon irritierend. Da kommt die Aussage von John.S:
Aufjedenfall hatte ich teilweise an die 10000K Farbtemperatur und höher, und die Chili blühte was das Zeug hält. Die Aussage, das mehr Rot gleich bessere Blüte ist, habe ich bischer auch nur in Hanfforen gelesen, in keiner wissenschaftlichen Publikation und schon gar nicht Lehrbuch. Von daher halte ich das für Quatsch.
Als nächstes dann die Aussage von Loong:
Wenn es nur darauf ankommt, den Pflanzen möglichst viel "Wuchslicht" zur Verfügung zu stellen, kommt man mit einer Mischung aus roten und blauen LEDs am weitesten. Weiß kann man getrost rauslassen, das ist nur für den Betrachter und vermindert die effektive Wuchslichtausbeute. Eine Mischung aus Cree XP-E Royal Blue und Red (jeweils höchstes Binning) im Verhältnis 2:5 kommt auf eine Wuchslichtausbeute, welche die herkömmlicher Lampen um den Faktor Anderthalb übertrifft.
@ JohnS: Die Bilder deines Chili haben sehr gut ausgesehen. Gesund und kräftig, inklusiv der Früchte. Wie war das genau mit deiner Tomate? Bedeutet zu gross dass dein Licht nicht mehr ausreichte um die unteren Partien auszuleuchten, oder war der Raum in dem du sie gezogen hast zu niedrig? Was genau war das Problem bei den Tomaten?

Grüsse
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John.S
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Do, 04.03.10, 16:04

Hey,

zu gross bedeutet, sie wurde in erster Linie für mein Zimmer zu gross und zwar in der horizontalen. Die Pflanze stand nämlich zwischen dem Fenster und einem Tisch. Zweitens: Zwar würde die 70W Lampe die ich damals hatte, dafür noch locker ausreichen, aber dafür müsste ich dann eine grosse Box bauen. Steht die Pflanze aber einfach frei im Zimmer, wie es am Ende des Versuches der Fall war, so geht sehr viel Licht seitlich verloren, sodass eine 70W Lampe wiederum nicht mehr ausreicht. :wink:

Nochmal was zu den Led Farben. Loong meint, dass rote und blaue ein gutes Spektrum abgeben würden. Das stimmt, rot und blau wird hervorragend von Pflanzen aufgenommen, aber ein perfektes Spektrum ist lange nicht das Einzige, was zählt. Wie ich schon erwähnt habe, haben rote Leds sehr schlechte Wirkungsgrade und das relativiert einfach alles. Die Physik kann man nunmal nicht überlisten.
Rote Leds haben nicht nur ansich schlechtere Wirkungsgrade, sondern materialbedingt viel stärkere Einbussen im Wirkungsgrad, bei steigender Temperatur. Eine Weiße Led kann man mit wenig technischen Aufwand problemlos unter 50-60°C Chiptemperatur halten und damit den Wirkungsgradverlust im niedrigen, einstelligen Bereich halten.

Eine rote Luxeon K2 hat 0,71% Wirkungsgradverlust, pro °C oder K Erwärmung, über 25°C hinaus. Eine rote Cree XR-C ganze 0,9%/K.
Eine weiße XR-C dagegen nur 0,26%/K, eine XP-G weiß sogar nur nur 0,22%/K.

Jetzt rechnen wir mal ein bischen:

http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 0927192500

Damit hat eine rote Led mit 625nm und 75 Lumen bei etwa 1,6W (ein optimistischer Wert, denn die K2 rot braucht da gut 2,4W), PI mal Daumen 75lm/ 220lm/W = 0,34W Lichtleistung. Bei 12K/W Wärmewiderstand erwärmt sich damit so eine Led mindestens um: (1,6W-0,34W) * 12K/W = 15K. Macht also schonmal locker 12% Wirkungsgradverlust, wir hätten also eher knapp 300mW Strahlungsleistung und ganze 16K Erwärmung und damit eine noch stärkere Einbusse im Wirkungsgrad, sodass man etwa bei 15% Wirkungsgrad, bei sehr guter Kühlung ankommt.

Jetzt nehmen wir die XP-G kaltweiß: Ein Watt entsprechen da etwa 315 Lumen (wie bei der kaltweißen XR-E, nachsehbar bei hereinspaziert.de oder einfach selber mal mit Excel integrieren;-) ), bei 700mA hat die Led gut 185% rel. Leuchtkraft wie bei 350mA, wenn man den Mittelwert (133,5lm bei 350mA und dem R4 Bin) heranzieht. Macht also 247 Lumen oder so 784mW Strahlungsleistung. Nehmen wir mal für die XP-G einen halbwegs realistischen Wärmeübergangswert von 10K/W an. Das wären dann auch hier 15K Temperaturdifferenz und damit etwa 3% Verlust an Wirkungsgrad.


Zusammenfassend:

Eine gute, rote HP Led: ~0,8%/K Wirkungsgradverlust und maximal 15% Wirkungsgrad, bei 700mA und perfekter Kühlung (Ohne Minusgrade).

Eine Gute, weiße HP Led: ~0,2%/K Wirkungsgradverlust und etwa 33% Wirkungsgrad, bei 700mA und sehr guter Kühlung (Aber schon schlechter als bei der roten, wohlgemerkt!)


Das sind zwar alles keine exakten Werte, aber an der mehr als deutlichen Tendenz ändert das auch nichts. Auch die leicht bessere Absorbtion vom roten Licht, gegenüber dem kaltweißen, kann den mehr als doppelt so schlechten Wirkungsgrad nicht grossartig wett machen.

Wenn man man aber eine eher mässige Kühlung hat, sodass die Led Chips in der Nähe von 80°C liegen, dann schneiden die roten Leds ja noch schlechter ab, sodass der Vorsprung zu anderen Leuchtmitteln wie Leuchtstoffröhren oder Hochdruckentladugnslampen überhaupt nicht mehr vorhanden ist. Ganz zu schweigen davon, dass diese bei weitem billiger, als moderne HP Led es sind.
Das steht zwar teilweise im Widerspruch zu dem, was ich 2006 am Anfang dieser Testreihen gesagt habe, aber damalls habe ich auch noch nicht Biotech studiert und nicht alles verstanden. :wink:


Beste Grüße

John.S
Loong

Do, 04.03.10, 16:18

Hallo,
John.S hat geschrieben:Wie ich schon erwähnt habe, haben rote Leds sehr schlechte Wirkungsgrade und das relativiert einfach alles.
Nein, tut er nicht. Der relativ schlechte Wirkungsgrad ist bereits eingerechnet. Die beschriebene Mischung erreicht eine echte Wuchslichtausbeute, welche die aller herkömmlichen Leuchtmittel um den Faktor Anderthalb übertrifft. Da machen die 12 % Abschlag bei Erwärmung der roten LED nicht mehr viel aus. Ich habe die 12 % mal schnell eingerechnet: Dann macht die Mischung halt keine 322 Phyto-Lumen pro Watt mehr, sondern nur noch 299, ein Minus von 7 %. Das kann man gut verschmerzen. Deshalb werden derart ausgerüstete Leuchten für den kommerziellen Pflanzenbau verkauft und auch eingesetzt.

Eine weiße LED strahlt schlicht und ergreifend zuviel Energie in einem Wellenlängenbereich aus, der von den Pflanzen nicht so gut verwertet werden kann, die Energie ist deshalb verloren. Eine weiße LED erreicht daher nie und nimmer die Phyto-Lumen-Ausbeute der Mischung roter und blauer LEDs, das geht rein pyhsikalisch nicht. Wenn es rein um die Wuchslichtausbeute geht, sind weiße LEDs daher unnütz rausgeworfenes Geld.
Wenn man man aber eine eher mässige Kühlung hat, sodass die Led Chips in der Nähe von 80°C liegen, dann schneiden die roten Leds ja noch schlechter ab, sodass der Vorsprung zu anderen Leuchtmitteln wie Leuchtstoffröhren oder Hochdruckentladugnslampen überhaupt nicht mehr vorhanden ist.
Du vergisst dabei, daß die roten LEDs Licht in einem Spektralbereich ausstrahlen, der von den Pflanzen besonders gut verwertet werden kann. Deshalb ist Deine Aussage in Bezug auf die Wuchslichtausbeute schlicht und ergreifend falsch.

Viele Grüße
Robert
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