*gestörter Radioempfang an 150 Stk. LED-Leiste

Fragen zu Schaltungen, Elektronik, Elektrik usw.

Moderator: T.Hoffmann

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mchks045
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Mo, 10.12.12, 18:27

Ein freundliches Hallo an alle LED-Forumler!

Gerade erst angemeldet und - wie so oft - gleich mit einem Problem 8)

Aus gewissen baulichen Vorgaben und weiteren Anforderungen hatte ich mich für die 150 Stk. LED-Leiste

http://www.ebay.de/itm/360495889398?ssP ... 1497.l2649
entschieden.

Über die Form und das LIcht bin ich sehr zufrieden - aaaber:
Sobald ich das auf dem Board darüber stehende Grundig C 6200 nach dem morgentlichen Aufwachen einschalte, wird der Radioempfang - nur bei eingeschalteter LED-Leuchte -massivst gestört!!!! :evil: :evil: :evil:

Bei der beschriebenen LED-Leuchte handelt es sich um eine Leiste mit EURO-Anschlußkabel - kein PE
Zum Test hatte ich schom mal das ALU-Gehäuse ein einer Stelle blank gemacht und einen isolierten 2,5 mm Draht mit dem Schutzleiter der Steckdose verbunden. Auch hatte ich mit versch. Ferrit-Kernen in der Zuleitung zur Konstantstromquelle herumexperimentiert - kein Erfog.

Bei meinen Messungen in der LED-Leiste habe ich folgendes festgestellt:
Evtl. handelt es sich um ein Konstantstromnetzteil

Spannung am Netzteilausgang: 47,5 Volt
Strom am Netzteil 190 mA
Leistungsmessung 9 Watt

:?: Meine Frage besteht nun darin: :idea:
Auf welche Daten muss ich bei einem Netzfilter achten - wo schließe ich ihn an (meiner Meinung nach vor oder besser
nach der Konstantstromquelle)?
Wo bekomme ich ein passendes Netzteil mit den oben beschriebenen Anforderungen - aber natürlich ohne diese lästigen Störstrahlungen??

Für eure Bemühungen bedanke ich mich im Voraus
Eine geruhsame Adventszeit!

Grüsse Sven
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Achim H
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Mo, 10.12.12, 19:04

Versuchen kannst Du es mit einem Netzfilter (250V) bis 1A. Besser wäre einer mit nur 0,5 Ampere aber einen solchen wirst Du wahrscheinlich nicht finden.

So einfach wie Du dir das vorstellst, ist eine Entstörung aber nicht.
Störfrequenzen breiten sich über Funk + kabelgebunden aus (rückwärts zur Stromrichtung).

Weitere Infos gibt es hier: Wie elektromagnetische Störung beseitigen?
mchks045
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Mo, 10.12.12, 20:08

Hallo Achim,

vielen Dank für die schnelle Antwort ! :D
Der Artikel ist wirklich interressant und lehrreich.

Es scheint wirklich nicht einfach zu sein dieses Problem zu lösen, aber würde eventuell der Netzfilter vom großen blauen "C"
http://www.conrad.de/ce/de/product/521313/
testhalber was bringen??? :?:

Ist mein Gedankengang richtig, wenn ich den "neuen PE des Netzfilters mit dem Schutzleiteranschluss der Netzsteckdose verbinde???

:idea: Für weiters Gedankengut evtl. bessere/s Konstantstromquelle/Netzteil (Daten siehe oben) bin ich sehr dankbar. :idea:

Sven
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Achim H
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Di, 11.12.12, 00:36

Der Netzfilter von Conrad scheint recht gut zu sein.
Zumindest ist die Dämpfung (im Bereich der Schaltfrequenz der meisten Schaltnetzteil (bis 500kHz)) mit bis zu 60dB recht hoch (siehe Datenblatt am Ende von Seite 1, ganz links: YG01T5). Leider befindet sich der Netzfilter nur in einem Plastikgehäuse. In einem geerdeten Metallgehäuse hätte man noch ein paar dB mehr heraus holen können.

Damit der Netzfilter gut arbeiten kann, sollte dieser in unmittelbarer Nähe zur Störquelle montiert werden. Vorzugsweise sogar noch mit ins Lampengehäuse einbauen* (das ist aus Metall und sollte stets mit PE verbunden werden). Möglichst wenig Kabel zwischen den beiden Geräten verwenden. Je länger das Kabel, desto größer die Antenne.

* Das wird wahrscheinlich nicht passen.
Der Netzfilter von Conrad ist etwas zu groß, selbst wenn man die Befestigungslaschen absägen würde.
mchks045
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Di, 11.12.12, 08:48

Hallo Achim, nochmals vielen Dank für deine umfassende Antwort! :)

Dann werde ich mich mal auf den Weg zum blauen "C" machen und mir diesen Netzfilter besorgen.
Meine Erfahrungen werde ich dir/euch gerne posten.

Einen erfolgreichen Tag an alle :wink:
Sven
mchks045
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Di, 11.12.12, 10:03

Nun habe ich doch noch eine Frgae:

Aufgrund der umfangreichen Antwort von Achim hatte ich beim blauen "C" nochmals umgeschaut und einen EMI-Filter in einem Metallgehäuse gefunden. Da meine LED-Leiste sich hinter einem Holzbrett versteckt :) , ist die Größe des Netzfilters fast egal - und ich kann sogar direkt vor dem Konstantstromnetzteil in das Gehäuse.

http://www.conrad.de/ce/de/product/5301 ... ottom&rb=2

Wenn Achim oder ein anderer Forumler mir eine Entscheidungs- oder Kaufhilfe geben könnte, wäre ich :D :D :D

Verschneite Grüße
Sven
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stoske
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Di, 11.12.12, 10:13

Also ich(!) persönlich würde das Ding, also die Störquelle, zurückgeben, mir was "vernünftiges"
kaufen und von solchen Angeboten (eBay) in Zukunft die Finger lassen - anstatt jetzt noch etwas
zusätzlich zu kaufen, um einen Zustand herzustellen, der von Anfang an so hätte sein sollen,
und die Kosten so zu vergrößert, dass man gleich was "ordentliches" hätte kaufen können.
mchks045
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Di, 11.12.12, 10:35

Hallo Stoske,

du hast vollkommen recht! Auch ich bin der Meinung, lieber etwas mehr Geld auszugeben und dafür etwas "gescheites" zu kaufen!

Aber:

Ich hatte mich monatelang mit diesem Thema befaßt! Aufgrund meiner baulichen Zwänge und Anforderungen an die Lichtstärke und Qualität konnte ich nur diese Lösung fahren. :roll: :roll:

Mir wäre auch lieber gewesen, das Teil wäre Made in Gemany und kein China(P.R.C)-Schrott!!! :evil: :twisted: (Sicherung der Arbeitsplätze u.s.w.)
Nun muß ich damit leben, eine Lösung :?: :idea: :?: suchen und hoffentlich - dank eurer Hilfe finden.

Viele Grüße
Sven
Borax
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Di, 11.12.12, 11:16

Zur Not kann man sich so was auch selbst bauen (wenn man ein wenig Erfahrung im Elektronik-Basteln hat). Dann einen klassischen Ringkern-Trafo nehmen, Gleichrichter, Siebelko und 2-Transistor-KSQ dahinter bauen und mit der LED Leiste verbinden. Dann stört garantiert nichts mehr. Man kann aber auch die 350mA KSQ hier aus dem Shop nehmen: http://www.leds.de/LED-Zubehoer/Strom-u ... id-17.html und auf 190mA 'umbauen'. Hierzu muss nur ein Widerstand ausgetauscht werden. Ich hatte bisher mit dieser KSQ keinerlei Störungen, aber ich habe auch kein Radio an der gleichen Steckdose und in weniger als 30cm Abstand... Von daher kann ich nichts versprechen.
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stoske
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Di, 11.12.12, 12:56

Wäre da nicht das schwenkbare Alu-Gehäuse, dann würde ich auch zum Selbstbau raten.
Dafür spricht die Bereitschaft etwas mehr Geld für etwas Gescheites auszugeben, die baulichen
Anforderungen, denen man dann individuell noch besser entsprechen könnte, und die
Anforderungen an Qualität und Lichtstärke. Wobei letzteres seltsam ist, da die Lichtstärke
des eBay-Produktes gar nicht angegeben ist.
Als Treiber würde ein Eco Friendly Netzteil reichen, da gibt es auch keine Störungen, man
braucht weniger basteln, und billiger und kleiner als Ringkerntrafo plus Teile wäre es auch.
Aber das ist natürlich ein ganz anderes Thema.
Borax
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Di, 11.12.12, 13:57

Ich denke mal die 350mA KSQ aus dem Shop passt sogar rein. Aber das kann nur Sven sicher sagen... Für einen Ringkerntrafo bräuchte man ein zusätzliches externes Gehäuse. Die gibt es bauartbedingt nicht so klein (und lang) :)
mchks045
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Di, 11.12.12, 18:09

Nochmals Danke für eure rege Anteilnahme!! :D :D

Zur Auflösung meiner baulichen Vorgaben: Dabei handelt es sich um ein man würde heute sagen: Longboard in Hängeausführung bei dem ein 1 Meter langer Spiegel die hintere Begrenzung vorgibt und von vorne auch ein 1Meter langes hochkant verbautes Brett einen längliche Öffnung frei gibt, bei der genau diese LED-Leiste wie *Popo* auf Eimer hinein paßt. :o

Momentan favorisiere ich die Lösung von Borax oder die Conra. - Metall-Lösung??
Lumitronix scheint eine der Firmen/Distributer zu sein, deren Produkte etwas besser sind - ODER ???

http://www.leds.de/LED-Zubehoer/Strom-u ... id-17.html und auf 190mA 'umbauen'. Hierzu muss nur ein Widerstand ausgetauscht werden. Da ich Erfahrungen im Löten habe und auch entsprechende Werkzeuge, sollte ein Austausch eines Widerstandes kein Prolem sein - aber nur Welcher und mit welchem Wert?????

Vielen Dank für eure Geduld! :D :D
Sven
Borax
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Di, 11.12.12, 19:16

Die prinzipielle Anleitung gibt es in diesem Thread (überwiegend auf die 700mA Version bezogen - sind aber weitgehend 'baugleich'):
viewtopic.php?f=31&t=7370&p=103374

Bei meiner 350mA KSQ (ArtNr. 95042) ist nur ein 3.9Ohm Widerstand (Bezeichnung R9) eingebaut (keine Parallelschaltung von zwei Widerständen - R10 ist unbestückt). Ich habe dann ein Ende des 3.9Ohm Widerstandes ausgelötet und einen 2.7 Ohm Widerstand dazu gelötet (ergibt dann als Serienschaltung 6.6 Ohm). Damit erhalte ich einen Strom von 192mA (quasi perfekt :D ). Du kannst auch den 3.9Ohm komplett auslöten und durch einen 6.8 Ohm ersetzen. Das dürfte fast keinen Unterschied machen. 1W Widerstände sollten es aber schon sein.
mchks045
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Di, 11.12.12, 21:28

Hallo Borax und natürlich alle anderen auch.

Es ist vollbracht - gerade hatte ich mir bei Lumitronix die Konstantstromquelle 350mA, IP20 bestellt und werde sie
nach dem "Kochrezept" von Borax umbauen.

Vielen Dank erst einmal für eure Hilfe und auch Denkanstöße :D :D :D

Wenn das Packerl dann da ist und ich die KSQ umgebaut habe, werde ich euch dieser Tage berichten.


Eine geruhsame 8) 8) 8) Vorweihnachtszeit!!!
Sven
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