Dunstabzugshaube auf LED umrüsten

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Moderator: T.Hoffmann

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MarwiN
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Fr, 03.07.15, 01:15

N'Abend!

Ich möchte meine Dunstabzugshaube PKM 6005 auf LEDs umrüsten und dabei habe ich Probleme.
Nur Leds anstelle der Halogen funktioniert nicht, die Mindeslast wird nicht erreicht.
Eine LED und eine Halogen geht aber dann surrt die LED leise.
Als LEDs habe ich MENGS AC/DC 10-30V G4 3W LED Lampe 9x5730 SMD besorgt.
Als Lichtschalter ist nur ein Taster verbaut der wohl dann an einem Schaltnetzteil hängen dürfte.

Wie bekomme ich da meine LEDs zum laufen?

Edit: Link zu den Bildern bei Drive
https://drive.google.com/folderview?id= ... sp=sharing
Zuletzt geändert von MarwiN am Fr, 03.07.15, 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
MarwiN
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Fr, 03.07.15, 01:19

gelöscht
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Achim H
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Willkommen im Forum.

Bei PKM Elektro-Haushaltgroßgeräte habe ich keine Dunstabzughaube Typ 6005 finden können, jedoch eine 6005X. Diese hat aber bereits eine Led-Beleuchtung. Die äußere Form der Haube ist möglicherweise identisch mit dem Vorgängermodell (ohne X).

Bei Mengs Led habe ich ein G4 Leuchtmittel mit 9 Stück Leds Typ 5630 gefunden.
Sind das die Led-Leuchtmittel, die Du gekauft hast?
Link zu Mengs Led (Hersteller + Shop in China): SKU 110130059

Kannst Du den Taster/Schalter für die Beleuchtung ausbauen?
Interessant wären die Angaben für Spannung und Strom.

Gibt es in der Haube noch ein Eckchen ist, wo man ein 12V Schaltnetzgerät einbauen kann?
Falls ja, dann würde ich vorschlagen, die Led-Leuchtmittel separat zu betreiben.

Für 2x 3 Watt = 6 Watt würden folgende Netzgeräte ausreichen:
Einbau-Netzgerät 500mA 12V= IP20
LUMITRONIX Spannungsquelle 12VDC, Max. 1.0A, 12W
muff
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Fr, 03.07.15, 11:23

Hallo,
auch wenn ich dir jetzt wenig Hoffnung mache.
Hatte das selbe Problem bei einer Jan Kolbe Abzughaube.
Wollte über die eingeb. Platine ein seperates Netzteil betreiben was mir weder direkt,
noch über ein Relais gelungen ist!
Zuguterletzt habe ich nen Zugschalter oben neben der Haube installiert und
die Lampen seperat geschaltet....
Gruß,Martin.
MarwiN
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Fr, 03.07.15, 13:40

Statt eines Zugschalters würde ich eher einen zusätzlichen eingebauten Schalter bevorzugen.

Die Dunstabzugshaube wird tatsächlich nicht bei PKM gelistet, man findet sie unter die Namen
PKM 6005, PKM 6005 CF110 (mit Kohlefilter), PKM RH-6005

Habe jetzt auch das Typenschild gefunden

Ja, das sind die LEDs "9x5730 SMD"

Habe jetzt einige Bilder bei Google Drive raufgeladen:
https://drive.google.com/folderview?id= ... sp=sharing

In der Haube bzw oben drauf, versteckt hinter der ausziehbaren Blende, wo auch das Netzteil sitzt ist noch Platz für ein Netzteil, aber das sollte ich dann wohl in ein extra Gehäuse setzen da ich dort schon Fett vorgefunden habe.

Meinst du die Angaben von Spannung und Strom für die Taster? Da steht nichts drauf.

Neben dem Tastenfeld wäre noch Platz um einen Schalter zu montieren, würde aber lieber gerne den normalen Taster weiterbenutzen, wäre das irgendwie machbar?
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Achim H
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Meinst du die Angaben von Spannung und Strom für die Taster? Da steht nichts drauf.

Das sind Leiterplattentaster (6x6mm). Damit kann man nur 12V bei max. 50mA schalten.
Neben dem Tastenfeld wäre noch Platz um einen Schalter zu montieren, würde aber lieber gerne den normalen Taster weiterbenutzen, wäre das irgendwie machbar?

Mit diesem Taster kann man keine Netzspannung schalten.
Und eine Elektronik einzubauen, nur um diesen Taster weiterhin verwenden zu können, wäre viel zu aufwändig.
Ohne Schaltbild ist da sowieso nichts (kaum) zu machen. Und so einen wird man wahrscheinlich nirgendwo finden.

Ein Problem kommt noch hinzu:
Ich gehe mal davon aus, dass das Tastenfeld nicht gedreht ist.
Somit ist die Buchse der Platine genau dort, wo der Taster SW4 eingebaut ist.
Dort einen anderen Schalter einbauen scheitert aufgrund der Höhe (des Abstandes von der Platine bis zur Gehäusefront).
So flache Netzschalter gibt es nicht.

Der Taster SW4 kann auch nicht ausgebaut werden um dort ein etwas größeres Loch in die Platine zu bohren. Man würde die Leiterbahnen auf der Rückseite durchtrennen.

Ich sehe nur eine Möglichkeit: einen anderen Einbauort für den Lichtschalter suchen.
Ja, das sind die LEDs "9x5730 SMD"
Sorry, falsch abgeschrieben. Laut Produktbeschreibung sind Leds vom Typ 5730 und nicht 5630 verbaut.
MarwiN
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Fr, 03.07.15, 16:39

Stimmt, der Anschluss der kleinen Platine ist genau neben dem Taster SW4 der für das Licht zuständig ist.
Warum kann ich den nicht ausbauen?
Ein Loch durch die Platine bohren könnte ich schon, die durchbohrten Leitungen könnten mit Kabeln überbrückt werden.

Käme auf die Größe des neuen Schalters an. Wie finde ich so einen?
Wenn ich nach "Mikroschalter tastend aus ein" suche bekomme ich eine mio Ergebnisse aber nicht wirklich was ich genau suche :(

Bei den Treibern ist auf der Primärseite oftmals N und L angegeben, wenn ich da einen Eurostecker für ne Steckdose dranmache kann das leicht vertauscht werden, ist das egal oder muss das eingehalten werden?

Edit:
Habe gerade etwas interessantes gefunden, ein Schaltfolgekonverter, damit sollte ich den Taster weiterverwenden können.
http://www.conrad.de/ce/de/product/7012 ... archDetail
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Achim H
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Fr, 03.07.15, 23:36

Edit:
Habe gerade etwas interessantes gefunden, ein Schaltfolgekonverter, damit sollte ich den Taster weiterverwenden können.
http://www.conrad.de/ce/de/product/7012 ... archDetail

Dann müsste der Taster von der restlichen Elektronik getrennt werden. Dazu müssen aller Leiterbahnen zu diesem Taster unterbrochen werden (hilfreich wäre ein Bild der Rückseite der Platine).

Die Geschichte hat nur einen Schönheitsfehler:
Damit der Taster das Conrad-Modul ansteuern kann, welches seinerseits ein Relais ansteuert, womit letztendlich die Netzspannung zum Netzgerät geschaltet wird, wird ein weiteres 12V Netzgerät benötigt. Und dieses muss permanent am Netz hängen bleiben. Somit wird auch dauerhaft eine Verlustleistung erzeugt: ca. 0,5W/h = max. 12 Watt pro Tag.

Das 12V Netzgerät für die Led-Beleuchtung kann nicht verwendet werden.
Im ausgeschalteten Zustand liefert es keine 12V. Diese Spannung wird aber benötigt, um das Conrad-Modul zu betreiben.
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Die Leiterbahnen könnte ich vor und nach dem Taster durchtrennen und überbrücken.
Bild
Achim H hat geschrieben:Die Geschichte hat nur einen Schönheitsfehler:
Damit der Taster das Conrad-Modul ansteuern kann, welches seinerseits ein Relais ansteuert, womit letztendlich die Netzspannung zum Netzgerät geschaltet wird, wird ein weiteres 12V Netzgerät benötigt. Und dieses muss permanent am Netz hängen bleiben. Somit wird auch dauerhaft eine Verlustleistung erzeugt: ca. 0,5W/h = max. 12 Watt pro Tag.

Das 12V Netzgerät für die Led-Beleuchtung kann nicht verwendet werden.
Im ausgeschalteten Zustand liefert es keine 12V. Diese Spannung wird aber benötigt, um das Conrad-Modul zu betreiben.
Bist du sicher?
Hier ist das Datenblatt des Konverters, da ist auch eine LED-Ansteuerung beschrieben, sogar ohne Relais:
http://www.produktinfo.conrad.com/daten ... _35VDC.pdf
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Achim H
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Bist du sicher?

Ja.

Wenn das Netzgerät ausgeschaltet ist, kommt am Ausgang auch keine Spannung heraus.
Eine Spannung brauchst Du aber, um das Modul zu betreiben, welches seinerseits das Netzgerät an die Netzspannung schaltet.

Man könnte zwar die 12V Leuchtmittel direkt am Modul anschließen, aber dann müsste das Netzgerät permanent an der Netzspannung angeschlossen bleiben.
Ein Netzgerät verursacht ebenfalls eine Leistung, wenn an dessen Ausgang nichts angeschlossen ist (StandBy).
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Handkalt
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Sa, 04.07.15, 13:23

Wäre es vielleicht möglich, auf GU4/MR11-Lampen umzurüsten? Da gibt es auch eine Philips MasterLED. Ich weiß es nicht sicher, würde aber schon hoffen, dass die ebenfalls (wie bei GU5.3/MR16) die Schaltung zum Umgehen des Mindestlastproblems hat.

Aber warum eigentlich immer diese Obsession mit den Dunstabzugshauben? Sind die so viel in Betrieb, dass sich da ein komplizierter Umbau lohnt? Bei mir jedenfalls nicht.

-Handkalt
MarwiN
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Sa, 04.07.15, 13:44

Mit Taster also ständiger Energieverbrauch da stand-by, mit Schalter nur bei Benutzung?
Das würde für einen neuen Schalter sprechen.

D.h. dann auch dass ich den neuen Schalter auf der Primärseite des neuen ESN einsetzten sollte damit ich kein stand-bye (Energieverbrauch) erzeuge wenn die Lampen nicht leuchten sollen?

Das würde dann auch bedeuten dass meine DA original auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbraucht, da sie ja nur Taster hat und nicht komplett vom Strom getrennt wird, sehe ich das richtig?
Handbuch oder Serviceheft habe ich leider nicht.
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Sa, 04.07.15, 14:07

Handkalt hat geschrieben:Wäre es vielleicht möglich, auf GU4/MR11-Lampen umzurüsten? Da gibt es auch eine Philips MasterLED. Ich weiß es nicht sicher, würde aber schon hoffen, dass die ebenfalls (wie bei GU5.3/MR16) die Schaltung zum Umgehen des Mindestlastproblems hat.

Aber warum eigentlich immer diese Obsession mit den Dunstabzugshauben? Sind die so viel in Betrieb, dass sich da ein komplizierter Umbau lohnt? Bei mir jedenfalls nicht.

-Handkalt
GU4/MR11 könnten vielleicht gehen wenn ein neues Gehäuse reinpasst, aber die G4 LEDs sind ja schon im Haus.

Ich habe in meiner "Küche" leider kein Fenster und benutze sehr oft das Licht der DA, oftmals sogar nur dieses wenn ich dort schnell was mache.
Die meisten Halogenlampen gehen mir zu schnell kaputt, vermutlich weil sie so oft angeschaltet werden.
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Achim H
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Sa, 04.07.15, 21:25

Mit Taster also ständiger Energieverbrauch da stand-by, mit Schalter nur bei Benutzung?

Allgemein: Ja.
Bezugnehmend auf das Conrad-Modul: max. Stromaufnahme = 2000µA = 2mA.

Nur eine Idee:
Möglicherweise kann man die benötigte Spannung über 4 Akkus (4 x 1,2V = 4,8V) bereitstellen.
Sobald die Schaltung das Netzgerät für die Beleuchtung einschaltet, kann man damit auch die Akkus wieder nachladen.

Da ich kein gelernter Elektroniker bin, muss ich leider passen. Ich kann keine geeignete Schaltung dafür entwerfen.

Der Kollege Borax wäre so einer, der sowas entwerfen könnte. Der hat echt Ahnung.


Das Conrad-Modul macht aus einen Tastsignal ein Rastsignal. Alternative: ein 4093 oder ein ähnliches IC + ein paar Bauteile.
Damit das Conrad-Modul arbeiten kann, muss eine Spannung vorhanden sein. Laut Datenblatt werden mindestens 3,3V benötigt.
Mit 4 Akkus a 1,2V hätte man 4,8V.
Wird der Taster betätigt, wandelt das Conrad-Modul dieses in ein Ein- oder Aussignal um.
4,8V reichen um ein 5V Relais anzusteuern.
Dieses schaltet die Netzspannung zum Netzgerät.
Das Netzgerät liefert 12V.
Mit einem 6V Spannungsregler, einer Diode und einem Vorwiderstand kann man die Akkus nachgeladen und die Spannungsversorgung für die Schaltung übernehmen. Die Diode wird benötigt, damit sich die Akkus nicht über den Spannungsregler entladen.
Borax
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So, 05.07.15, 13:48

Da ich kein gelernter Elektroniker bin
Ich auch nicht ;) Macht aber nix :D
Mit Taster also ständiger Energieverbrauch da stand-by, mit Schalter nur bei Benutzung?
Jain. Es gibt schon auch eine Art von 'Tastern' die mechanisch aber Schalter sind (im Prinzip wie beim Kugelschreiber): Der vorherige Zustand wird hier mechanisch gespeichert. Und dann kann man Schalter auch auf der Niederspannungsseite verwenden, so dass trotzdem wieder ein ständiger Energieverbrauch da ist.
Mit Akkus/Batterien und einem nachgeschalteten T-FlipFlop wäre so was schon machbar, aber ich persönlich verwende inzwischen bei allen 'fest' installierten Schaltungen Nokia Energiesparnetzteile (AC-8E bitte auf das 'Original' achten). Deren Preis (ca. 5€) ist niedriger als derjenige von ein paar Akkus und deren Stand-by Stromverbrauch ist ausnahmsweise mal wirklich zu vernachlässigen (etwa 20mW). Siehe: viewtopic.php?f=35&t=17478&p=177582 Der Gesamt-Stand-by Verbrauch in einem Jahr ist dann weniger als eine viertel KWh (kostet etwa 7ct). Wenn Du eine 2KW Herdplatte für 10 Minuten einschaltest, hast Du schon mehr verbraucht. In meinem Haushalt laufen davon inzwischen etwa 10 Stück im Dauerbetrieb (isb. als Stromversorgung für kleine Atmel-µCs die dann auch ähnliche Funktionen haben z.B. Treppenhausbeleuchtung, Fernbedienungsempfänger für mein Wohnzimmerlampe, Fernbedienungs-Gesamtschalter für Fernseher/DVD-Player/Sat-Empfänger u.ä.). Einige laufen schon seit mehr als 5 Jahren ohne irgendwelche Probleme.
Das würde dann auch bedeuten dass meine DA original auch im ausgeschalteten Zustand Strom verbraucht, da sie ja nur Taster hat und nicht komplett vom Strom getrennt wird, sehe ich das richtig?
Ja, davon ist auszugehen. Wie hoch dieser Verbrauch ist, kann aber sehr unterschiedlich sein. Wenn man sich sehr viel Mühe dabei gibt, ist ein Stand-by Stromverbrauch von 1mW durchaus machbar. Mit meinen Nokia Energiesparnetzteilen komme ich auf etwa 25-40 mW. Die EU-Vorschrift liegt derzeit (glaube ich) bei 1W (ich weiß aber nicht seit wann). Wenn man sich wenig bis keine Mühe gibt, können es auch mehrere Watt sein (mein alter Fernseher hatte fast 15W Stand-By-Verbrauch!)

Zurück zum eigentlichen Thema... Zuerst musst Du überlegen, wie viel Geld, Mühe und Enthusiasmus Du da rein stecken willst. Um ein Schaltnetzteil mit einem Relais zu schalten ist oft ein spezielles Inrush-Relais nötig, weil diese Netzteile beim Einschalten (bis der Kondensator geladen ist) extrem viel Strom ziehen (10-60A). Bei kleine Standard-Relais sind dann im Nu die Kontakte abgebrannt oder auch 'verlötet' (dann beliebt das Relais dauerhaft an).
Nächstes Problem: Wenn die Einschaltdauer auch eher groß ist (Du sagst ja dass Du oft das Licht der DA verwendest), braucht das Relais ggf. mehr Strom als Du sparst. Ein Standard-Relais braucht auch einige hundert mW wenn es angezogen ist (Beispiel: http://www.reichelt.de/HF3FA-005-Z/3/in ... CLE=126954 : Leistungsaufnahme (Betrieb) = 0,35 W )
Auch dem lässt sich abhelfen, wenn man bistabile Relais verwendet. Solche: http://www.reichelt.de/HFE20-1-005-1HT/ ... CLE=127008 oder bei extrem hohen Einschaltströmen: http://www.reichelt.de/HFE20-1-005-1HD/ ... CLE=127005
Dann ist aber wieder ein µC erforderlich (oder auch einige CMOS Bausteine) die diese Relais entsprechend ansteuern.
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Achim H
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So, 05.07.15, 14:43

Ein bistabiles Relais benötigt (wie ich verstanden habe) nur einen Impuls in die gewünschte Richtung, damit es an bzw. aus geschaltet wird. Der aktive Ausgang an einem FlipFlop ist aber permanent an. Oder gibt es hier auch welche, die nur einen Impuls liefern?

Da bistabile Relais nur Impulse benötigen, würden Akkus doch schon recht lange halten. Diese müssten doch nur die Elektronik um den Taster drumrum versorgen.
Das sind nur wenige mA, 4 Wochen Urlaub halten die allemal durch (bei Verwendung von Mignon-Akkus, ca. 1900mAh). Sobald das Netzgerät Spannung liefert, könnten die Akkus nachgeladen werden (möglicherweise reicht dafür schon erhaltungsladen = 1/100 des Nennstrom oder weniger).

Mehrere Inrush Relais hatte ich mir gestern schon angeschaut, auch solche bistabilen. Urigerweise haben die beiden verlinkten das gleiche Datenblatt.
mein alter Fernseher hatte fast 15W Stand-By-Verbrauch!
Mein noch funktionierender Laserdrucker (Brother HL1850, Baujahr 2002) benötigt 70 Watt im StandBy.
2 Minuten für's Hochfahren, 410 Watt im Druckbetrieb. Und wenn er fertig ist, wird richtig ausgeschaltet - nix StandBy.
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So, 05.07.15, 15:52

MarwiN hat geschrieben:GU4/MR11 könnten vielleicht gehen wenn ein neues Gehäuse reinpasst, aber die G4 LEDs sind ja schon im Haus.
Schon, aber sie funktionieren ja nicht in Deiner Dunstabzugshaube. Und bevor Du Leiterbahnen durchtrennst, Akkus, Netzteile und/oder Relais kaufst und einbaust, wäre das vielleicht der einfachere und trotzdem nicht teurere Weg.

Noch'n blöder Vorschlag: vielleicht kannst Du auch die sonstige Beleuchtung in der Küche verbessern (natürlich mit LEDs...), so dass Du die Dunstabzugshaube nicht mehr so viel brauchst? 8)

Meine Küche hat auch nur sehr wenig natürliches Licht, aber eine Deckenleuchte mit 1800 Lumen LEDs, eine Pendelleuchte mit 900 Lumen LEDs und eine 3x20W Halogen als Arbeitsplattenbeleuchtung. Das ist wohl der Grund warum ich die Dunstabzugshaube kaum brauche.
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So, 05.07.15, 16:53

Ein bistabiles Relais benötigt (wie ich verstanden habe) nur einen Impuls in die gewünschte Richtung, damit es an bzw. aus geschaltet wird.
Korrekt.
Da bistabile Relais nur Impulse benötigen, würden Akkus doch schon recht lange halten.
Auch richtig. Wenn man nicht einen sondern zwei Taster verwenden würde, könnte man damit auch gleich auskommen. Ein Taster schaltet ein, der andere aus. Kein weitere Elektronik nötig. Aber dann könnte man auch gleich einen Schalter nehmen...
Diese müssten doch nur die Elektronik um den Taster drumrum versorgen.
Ja. Schon. Aber wenn das Conrad-Modul 2mA braucht, ist das schon recht viel. Laufzeit mit Standard 2 Ah Akkus wäre dann gerade mal 1000 Stunden. Klar kann man das auch besser machen. T-FlipFlop + zwei Monoflops für die bistabilen Relais kann man schon auch so aufbauen, dass sie mit weniger als 1mA Ruhestrom auskommen. Aber in diesem Fall bevorzuge ich einen Attiny der überwiegend schläft und dann mit etwa 0.1mA im Mittel läuft. Ist einfach viel weniger Schaltungsaufwand.
Inrush Relais hatte ich mir gestern schon angeschaut, auch solche bistabilen. Urigerweise haben die beiden verlinkten das gleiche Datenblatt.
Sind ja auch die gleiche Serie. Nur das eine (etwas teurere) hat nicht nur AgSnO2 Kontakte sondern auch noch einen Wolfram-Vorkontakt (--HD Serie) . Das reicht für bis zu 500A Inrush-Strom. Die etwas günstigeren mit nur AgSnO2 Kontakten (--HT Serie) vertragen etwa 60A Inrush-Strom (was ja meistens reicht).

@ MarwiN
Prinzipiell sehe ich das ähnlich wie Handkalt... Wenn man nicht wirklich viel Arbeit rein stecken will, gibt es bestimmt auch einfachere Wege an mehr Licht zu kommen und den Energiespareffekt dabei durchaus im Auge zu behalten. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen eine DA als quasi 'Raumbeleuchtung' zu verwenden.
MarwiN
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Mo, 06.07.15, 02:35

Habe nicht gedacht dass das so kompliziert ist :shock:
Handkalt hat geschrieben:Wäre es vielleicht möglich, auf GU4/MR11-Lampen umzurüsten?
Passen nicht rein, ich habe nur 4 cm Platz in der DA und die Philips GU/MR11 ist 4 cm Lang.
Handkalt hat geschrieben:Noch'n blöder Vorschlag: vielleicht kannst Du auch die sonstige Beleuchtung in der Küche verbessern (natürlich mit LEDs...), so dass Du die Dunstabzugshaube nicht mehr so viel brauchst?
Ich nutze das Licht der DA halt gerne, könnte schon statt dessen auch die Deckenleuchte einschalten aber naja...
Achim H hat geschrieben:Zuerst musst Du überlegen, wie viel Geld, Mühe und Enthusiasmus Du da rein stecken willst.
Günstig, einfach und gerne robust soll es sein. Lassen wir die Idee mit dem vorhandenen Taster sausen das ist zu viel Aufwand.
Borax hat geschrieben:Prinzipiell sehe ich das ähnlich wie Handkalt... Wenn man nicht wirklich viel Arbeit rein stecken will, gibt es bestimmt auch einfachere Wege an mehr Licht zu kommen und den Energiespareffekt dabei durchaus im Auge zu behalten. Ich würde auch nicht auf die Idee kommen eine DA als quasi 'Raumbeleuchtung' zu verwenden.
Möchte halt auch von den Halogen weg kommen, da sind immer wieder welche dabei die nach kurzer Zeit kaputt gehen, das gefällt mir nicht.
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Achim H
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Mo, 06.07.15, 05:23

Bitte beim Zitieren den korrekten Urheber der Aussage einbinden:
MarwiN hat geschrieben:
Achim H hat geschrieben:Zuerst musst Du überlegen, wie viel Geld, Mühe und Enthusiasmus Du da rein stecken willst.
Das habe nicht ich, das hat Borax geschrieben.
Günstig, einfach und gerne robust soll es sein. Lassen wir die Idee mit dem vorhandenen Taster sausen das ist zu viel Aufwand.

Keine Ahnung, wie hoch der Schaltungsaufwand dafür aussieht. Vielleicht kann Borax noch was dazu schreiben. Einen Attiny müsste man programmieren.

Eine Platine, wo das Relais und die übrige Elektronik drauf muss, braucht man ohnehin.
Statt einem von mir verlinkten Netzgerät (meine 1. Antwort) könnte dann auch ein OnBoard-Schaltnetzgerät montiert werden.
Zum Beispiel (Link zu Elpro): Meanwell IRM-10-12.

Im StandBy verbraucht das Meanwell IRM-10-12 nur 0,1 Watt. Nach 416 Tagen hätte man gerademal 1kW = ca. 30 Cent verursacht.
Zum Einschalten der Lampen wäre nur noch das Conrad-Modul notwendig (dieses kann 1A schalten), an dessen Eingang der Taster angeschlossen wird. Es wird keine weitere Elektronik benötigt, weil das Netzgerät bereits läuft.
Bei 0,4mA (laut Datenblatt des Conrad-Moduls) sind das ein paar Tage weniger.
Borax
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Mo, 06.07.15, 08:44

Günstig, einfach und gerne robust soll es sein. Lassen wir die Idee mit dem vorhandenen Taster sausen das ist zu viel Aufwand.
Dann einfach einen 'normalen' Schalter und ein brauchbares Netzteil verwenden. Unabhängig vom 'Rest' der DA. Was hier in diesem Thread nirgends angesprochen wurde ist das Thema Kühlung. G4 LED-Leuchtmittel mit 3W sind da zwar halbwegs 'pflegeleicht', aber komplett einsperren darf man sie auch nicht.
MarwiN
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Mo, 06.07.15, 15:59

Borax hat geschrieben:...Thema Kühlung. G4 LED-Leuchtmittel mit 3W sind da zwar halbwegs 'pflegeleicht', aber komplett einsperren darf man sie auch nicht.
Danke dass Du mich da drauf hinweist. Das Lampengehäuse hat unten eine dünne Scheibe damit da kein Fett reinkommt.
Auf der Oberseite sind 5 Löcher von je 5 mm.

Ich könnte den Reflektor an der roten Linie entlang ausschneiden damit die erwärmte Luft besser durch die Löcher ausgetauscht werden kann, aber dann könnte auch Fett oder Flüssigkeiten von oben leichter Schaden anrichten.

Bild Bild Bild

Nachtrag:
Bei den ESN ist auf der Primärseite immer N und L angegeben. Wenn man da einen Eurostecker für die Steckdose dranmacht ist das doch ein Glückspiel. Ist das dann egal wie rum das angeschlossen ist oder sollte man da überhaupt kein Netzkabel für die Steckdose verwenden?
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ben_c
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Mo, 06.07.15, 16:18

Die aktuellen Lumitronix G4 Module haben auch einen Temperatur Sensor. D.h. ich würde es erst Mal ohne testen sofern die zwecks der Helligkeit überhaupt in Frage kommen. Wenn die Module die Temperatur nicht mitmachen und aus gehen, kannst du immer noch reagieren oder widerrufen.
Borax
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Mo, 06.07.15, 22:54

Ist das dann egal wie rum das angeschlossen ist
Normalerweise schon.
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