Sunlike Led Streifen

Haben Sie produktspezifische Fragen ?

Moderator: T.Hoffmann

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bred
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So, 20.06.21, 20:47

Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem LED Streifen, welchen ich über die Regelung des Stromes bzw. der Spannung dimmen kann.
Meine zwei LumiFlex700 Eco TW LED-Streifen können das wunderbar.
Für mein aktuelles Projekt würde ich aber gerne auf die Sunlike LEDs zurückgreifen.
Leider hat ihr Streifen zwei Probleme soweit ich das verstehe.
Zum einen sind da 700 LEDs pro Streifen, was in meinem Fall gerne die Hälfte sein könnte.
Zum anderen und viel relevanter, verstehe ich das richtig, daß der Streifen Stromregler für je 7 LEDs verbaut hat?
Wenn ja, dann würde das eine analoge Dimmung über die Spannung unmöglich machen.
Im Datenblatt klingt das zwar anders, aber ich vermute mal, daß man hier einfach faul war und die Diagramme vom Hersteller der LEDs kopiert hat.
Haben Sie einen LED Streifen mit den Sunlike LEDs im Angebot, der keine KSQ hat?

Ich weiß, daß es mit PWM möglich wäre, aber so etwas kommt mir nicht ins Haus.

Vielen Dank.
JackyDean
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Mo, 21.06.21, 08:18

Hallo,
das ist korrekt. Wenn der LED-Streifen eingebaute KSQ hat, kann er nicht einfach über die Spannung gedimmt werden. Die KSQ würden das immer ausgleichen, so dass keine Dimmung stattfinden. Bis zu dem Punkt, wo die Spannung für die KSQ zu niedrig wird und dann geht das Licht komplett aus. Folgendes Video zeigt es sehr gut: https://www.youtube.com/watch?v=AEW6bATXuFw

Über Spannung dimmen geht also nur bei LED-Streifen ohne KSQ. Hat aber wieder andere Nachteile.

Die Aversion vor PWM kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es gibt ja heute Controller mit 1.500Hz PWM z.B. Da flackert gar nichts. Auch nicht im Augenwinkel oder bei schnellen Bewegungen usw. Habe selbst diverse davon bei mir zu Hause im Dauereinsatz. Im Büro auch.

Viele Grüße.
ustoni
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Mo, 21.06.21, 11:30

Was ist an diesem Diagramm unverständlich?
UI.jpg
UI.jpg (31.69 KiB) 6147 mal betrachtet
Lineare Regelung heisst nicht unbedingt KSQ. Davon ist auch nirgendwo die Rede.
Im Bereich 17,5V bis ca. 20,5V lassen sich Strom und damit auch Helligkeit ziemlich linear regeln.

Auch der Einsatz von dimmbaren KSQs sollte problemlos möglich sein:
Der LED-Streifen ist mit 24V/4000mA angegeben. Das wären also 800mA je Meter.
Nimmt man jetzt einen Streifen mit 1m Länge, kann man ihn problemlos mit einer 700mA-KSQ betreiben, solange diese den Spannungsbereich von 17 bis 24 V abdeckt. Für längere Streifen wählt man eben den Strom der KSQ entsprechend.
Voraussetzung für die Verwendung einer KSQ ist lediglich, dass der Maximalstrom der KSQ kleiner als die maximale Stromaufnahme des angeschlossenen LED-Streifens ist.

Der um 12,5% geringere Lichtstrom im Vergleich zum Lichtstrom bei Nennstrom sollte problemlos verkraftbar sein.
JackyDean
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Mo, 21.06.21, 11:41

Ob die SUNLIKE eingebaute KSQ haben, weiß ich nicht. Verwende die nicht.

Wenn aber KSQ in den Segmenten verbaut sind, kann nicht einfach über Spannung gedimmt werden. Also z.B. mit einem MEANWELL HLG...B.

Das Diagramm ist jetzt woher?
bred
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Mo, 21.06.21, 11:47

Hallo ustoni,

ich bezog mich auf das Lichtstrom vs. Spannung Diagramm.
Laut dem Herrn vom Support hat der LED Streifen KSQ für je 7 LEDs verbaut.
Damit ist es unmöglich den Lichtstrom analog mittels Änderung der Spannung zu variieren.
Und damit ergibt dieses Diagramm hier auch absolut keinen Sinn.
Die KSQ würde alles versuchen dagegen zu arbeiten.
Die LEDs wären bei genügend Spannung konstant hell.
Bei Unterschreitung einer gewissen Spannung flackern sie etwas und sind dann komplett aus.
Damit ist nur eine PWM Dimmung möglich.

Ich hätte ja gerne einen Schaltplan der KSQ auf dem Streifen gehabt, um zu wissen, ob/wie man diese abreissen und durchverlöten kann.
Da ich potentielle Konkurrenz bin, darf man mir diese Informationen nicht geben, sagte der Herr am Telefon.
250€ sind mir etwas zuviel, um das selbst rauszufinden.
ustoni
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Mo, 21.06.21, 12:52

Es handelt sich definitiv um eine lineare KSQ. Mit welchem Regler diese auf dem Streifen aufgebaut ist, kann ich natürlich nicht sagen, im Prinzip ist der Aufbau aber immer gleich. Hier am Beispiel eines LM317:
lKSQ.jpg
lKSQ.jpg (31.54 KiB) 6134 mal betrachtet
Ich vermute, dass die 3 Bauteile auf dem Sunlikestreifen 1 einstellbarer Spannungsregler, 1 Widerstand und ein Kondensator sind.
Oberhalb der Summe aus LED-Durchlassspannung und Referenzspannung des Spannungsreglers wird der Strom konstant gehalten, in diesem Fall bei ca. 20V.

Unterschreitet die Spannung diesen Wert, kann der Regler den Strom nicht mehr liefern und die Ausgangsspannung des Reglers entspricht der Eingangsspannung minus der Referenzspannung. Der Strom wird dann nur noch durch die Kennlinie der LEDs bestimmt.

Wie bei jeder Diodenkennlinie wird unterhalb einer bestimmten Spannung kein nennenswerter Strom mehr fließen, dementsprechend sind die LEDs dann "aus". Das wäre hier bei ca. 17V der Fall. Der Regelbereich liegt hier ungefähr zwischen 17 und 21 V.

Dass die LEDs zwischendurch anfangen zu flackern halte ich für völligen Blödsinn. Ein Flackern würde bei einem Schaltregler auftreten, der ist hier aber definitiv nicht verbaut. Wen immer Du da am Telefon hattest, von Technik hat der jedenfalls nicht allzuviel Ahnung.

Alternative Flexstreifen mit Vollspektrum-LEDs zu finden wird schwierig. Einfacher wäre es, wenn die Verwendung von starren LED-Streifen möglich wäre. Da ist die Auswahl etwas größer.
LED-Tech bietet z.B. 50 cm lange Streifen mit Bridgelux Thrive Vollspektrum LEDs an, die mit Konstantstrom bei ca. 20V Durchlasspannung betrieben werden.
JackyDean
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Mo, 21.06.21, 13:54

Auch bei folgendem Video sieht man ab 3:14 beim Streifen mit KSQ so ein "Flackern". Okay, ich würde das selbst eher als "Blitzen" bezeichnen, kann mir aber schon vorstellen, dass das jemand als "Flackern" einordnet:

https://www.youtube.com/watch?v=AEW6bATXuFw

Vielleicht meint er sowas?
bred
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Mo, 21.06.21, 14:04

Danke ustoni für die Details.
Allerdings ist das Flackern definitiv kein Unsinn.
@JackyDean: Ganz genau das Video wollte ich gerade auch verlinken.
Ich hatte auch schon diverse LED Streifen mit KSQ und den HLG-... mit gleichem Verhalten.
Damit ist ein "analoges" Dimmen nicht möglich.
Sicherlich kann es bei diesem SunLike LED Streifen anders sein, aber ich erwarte erstmal gleiches Verhalten solange ich es nicht testen konnte.

Ich brauche ca. 20.8m Länge für eine abgehängte Decke. Die Bauform ist mir relativ egal.
Die LEDs sollten nur ca. 5500K und keinen Peak im Blauen und möglichst hohem CRI haben.
ustoni
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Mo, 21.06.21, 15:31

Ist das Video wirklich ernst gemeint? Falls ja, ist es an bodenloser Dummheit kaum noch zu übertreffen. :lol:
Das ist eben das Problem beim Internet. Da kann jeder posten was er will, auch wenn er gar nicht weiss, was er macht.

Das HLG240H macht in dem Video genau das, was es soll. Das Netzteil liefert 24V bei einem Strom von 10A. Beim Dimmen dieses Netzteils wird der maximale Ausgangsstrom begrenzt, der Dimmbereich liegt zwischen 100% und 10% (Datenblatt lesen hilft oft). Stellt man also z.B. ein zum Dimmen angeschlossenes Poti auf 50kOhm, entspricht dies 50% und damit 5A.
Angeschlossen ist ein LED-Streifen 24V/50W. Das ergibt eine Stromaufnahme von 2,083 A.
Ein Effekt kann folglich erst dann auftreten, wenn die Dimmung des HLG auf unter 20% entsprechend unter 2A eingestellt wird. Bei einer Einstellung von 10% liefert das HLG immer noch 1A, was 50% des Nennstroms des Streifens entspricht. Dass der Streifen damit noch hell leuchtet, wäre selbst einem Grundschüler klar.

Bei Verwendung einer dimmbaren KSQ für einen LED-Streifen müssen Leistung des Streifens und der KSQ möglichst gut passen. Ideal wäre also die Verwendung einer KSQ mit 50 bis maximal 60W. Dann funktioniert auch die Dimmung einwandfrei (selbst mehrfach verwendet).

Was die Streifen mit integrierten linearen KSQs betrifft, zitiere ich einfach mal einen Satz aus meinem ersten Post:

"Voraussetzung für die Verwendung einer KSQ ist lediglich, dass der Maximalstrom der KSQ kleiner als die maximale Stromaufnahme des angeschlossenen LED-Streifens ist."

Man muss in einem solchen Fall auf ein paar Prozent der maximalen Lichtleistung verzichten. Da das menschliche Auge logarithmisch arbeitet, fällt einem der Unterschied aber selbst im direkten Vergleich kaum auf.

Fazit:
Man sollte nicht alles glauben, was man im Internet sieht. Da sind jede Menge Scharlatane als selbsternannte "Fachleute" unterwegs.
JackyDean
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Mo, 21.06.21, 21:03

Meine Erfahrung ist, dass sich LED-Streifen mit eingebauten KSQ nicht über dimmbare Netzteile dimmen lassen.

Ich habe noch einmal geschaut, und dies wird z.B. auch hier bestätigt. https://www.led-konzept.de/geregelte-IC-LED-Streifen

Siehe letzter Absatz unten: "IC LED Streifen können nicht über dimmbare Netzteile gedimmt werden, da die Transistorschaltungen dieser Dimmungsart (durch Strombegrenzung) entgegenwirken. Falls Sie IC LED Streifen dimmen möchten, können Sie Dimmer und Controller mit Pulsweitenmodulation (PWM) verwenden."

Und darum ging es ja in der Eingangsfrage. Eine "analoge Dimmung über die Spannung". LED-Streifen mit eingebauten KSQ habe ich daher bisher auch nur über PWM gedimmt. Wenn es andere Wege gibt, wäre das natürlich begrüßenswert. Die HLG-B sind es aber offenkundig eher nicht. So meine Erfahrung, die von Bred und wohl auch von LED-Konzept.

Ich bin wirklich absolut bereit, hier dazu zu lernen und freue mich über jeden neuen Hinweis, aber der Ton sollte bitte auch auf einem professionellen Level bleiben, wenn möglich. Schaffen wir das? Vielen Dank.
ustoni
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Mo, 21.06.21, 23:12

Und darum ging es ja in der Eingangsfrage. Eine "analoge Dimmung über die Spannung".
Nein, die Eingangsfrage war:
...ich bin auf der Suche nach einem LED Streifen, welchen ich über die Regelung des Stromes bzw. der Spannung dimmen kann.
Und ganz ehrlich: wenn ich ein solches Video sehe, geht mir einfach der Hut hoch. In der ersten Hälfte des Videos (LED-Streifen ohne KSQ) wird so ziemlich alles falsch gemacht, was man nur falsch machen kann. Bei den Fragen und Antworten unter dem Video wird der Autor genau darauf hingewiesen. Die Antwort erscheint mir sehr fadenscheinig. Dürfte wohl eher der Fall sein, dass hier jemand etwas verkaufen möchte. Ist die KSQ korrekt dimensioniert, funktioniert die Dimmung einwandfrei.
Weiterhin wird dort die Behauptung aufgestellt, dass Netzteile niemals mit 100% betrieben werden sollten. Das ist eine Behauptung, die vielleicht noch im letzten Jahrtausend möglicherweise eine Berechtigung hatte. Bei aktuellen Markennetzteilen ist aber genau das Gegenteil der Fall.
Lebensdauerangaben im Datenblatt beziehen sich auf Betrieb mit 100% Last. Außerdem arbeitet ein Netzteil bei 100% Last am effizientesten. Beispiel HLG-80H:
Eff.jpg
Eff.jpg (35.82 KiB) 6082 mal betrachtet
Das Blitzen im der 2. Hälfte des Videos wird durch die krasse Fehlanpassung der Komponenten erzeugt. Anscheinend wird das HLG dadurch in die Hickup-Protection gezwungen:
Hickup.jpg
Hickup.jpg (24.82 KiB) 6082 mal betrachtet
In dieser Schutzbetriebsart schaltet das Netzteil den Ausgang ab. Ca. einmal je Sekunde wird der Ausgang wieder eingeschaltet und das Netzteil überprüft, ob der Fehler noch vorhanden ist. Falls ja, wird der Ausgang innerhalb weniger Millisekunden wieder abgeschaltet. Diese Überprüfung ist das Blitzen, das man im Video sieht.

Bei LED-Streifen mit integrierter linearer KSQ funktioniert eine Dimmung mit dimmbarer KSQ nur, wenn die KSQ unterdimensioniert ist.
D.h. der maximale Ausgangsstrom der KSQ muss kleiner sein als der Nennstrom des LED-Streifens. In diesem Fall arbeitet die KSQ mit 100%, der LED-Streifen (je nach Dimensionierung) z.B. nur mit 80% der Nennleistung.

Beispiel: der im Eingangspost erwähnte LED-Streifen hat eine Stromaufnahme von 4 A. Man könnte diesen Streifen mit einem HLG-80H-24B betreiben. Das HLG-80H-24B liefert maximal 3,2 A. Der Streifen wird dann mit 85% der Nennleistung betrieben. Der Strom kann durch die Dimmung dann zwischen 0,32 A und 3,2 A geregelt werden.

Am einfachsten lässt sich dies anhand einer 2-Transistor-KSQ erklären:
2T-KSQ.jpg
2T-KSQ.jpg (27.1 KiB) 6082 mal betrachtet
Nebenbei: die Schaltung auf dem Stripe könnte durchaus eine 2-Transistor-KSQ sein. Der 6-beinige "Fliegendreck" wäre dann ein Doppeltransistor, die beiden anderen Bauteile die zugehörigen Widerstände. Vorteil dieser KSQ ist der deutlich geringere Drop im Vergleich zu einer linearen KSQ mit Spannungsregler.

R2 ist in obiger Schaltung der Stromsensor. Übersteigt der Spannungsabfall über R2 ca. 0,7 V, beginnt T1 zu leiten und leitet einen Teil des Basisstroms von T2 ab. Dadurch wird der Strom durch T2 und damit auch durch die LED konstant gehalten.
Das funktioniert aber nur, solange die Versorgungsspannung größer ist als die Summe aus der Vorwärtsspannung der LED und den beiden Basisspannungen.
Wird die Versorgungsspannung kleiner, kann T1 nicht mehr in den leitenden Zustand gehen und bleibt dauerhaft gesperrt. Dadurch wird T2 über R1 dauerhaft leitend. Der Strom durch die LED wird dann nur noch durch die Strom-Spannungs-Kennlinie der LED bestimmt.

Genau nach diesem Prinzip funktioniert die Dimmung über die (korrekt dimensionierte) KSQ als Netzteil für den LED-Streifen.

Ob eine solche Dimmung wirklich sinnvoll ist, muss man für den einzelnen Anwendungszweck entscheiden. Bei dieser Betriebsart wird nämlich die integrierte KSQ außer Funktion gesetzt und wirkt nur noch wie ein einfacher Vorwiderstand.
Ich habe noch einmal geschaut, und dies wird z.B. auch hier bestätigt. https://www.led-konzept.de/geregelte-IC-LED-Streifen
Mag ja durchaus sein, das bedeutet aber nicht, dass es richtiger wird, weil es auf mehreren Internetseiten behauptet wird.
Auch der Mythos, dass ein Netzteil niemals mit 100% Last betrieben werden soll geistert durch unzählige Internetseiten, ist aber trotzdem völliger Blödsinn. :lol:
JackyDean
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Di, 22.06.21, 12:19

Danke für die sehr ausführliche Erklärung. Probiere ich mal aus. Bin aber kein Elektroniker (sondern Lichtplaner). Man setzt damit aber die KSQ des LED-Bandes außer Funktion, wie du schreibst. Wäre also dann wirklich nur für den Fall was, wenn man zwingend ein LED-Band verwenden will, das es nur mit KSQ gibt und gleichzeitig keine PWM einsetzen möchte. Okay.

Zum Netzteil noch mal, da ich da auch immer 10% Reserve min. einhalte. Wie erreichst du da genau 100%? Gibt es einen Trick? Ich habe meist Installationen, die so irgendwo dazwischen liegen. 230W, 350W, 450W usw. Jetzt rein vom Datenblatt der LED-Streifen her. In Realität liegt die Leistungsaufnahme dann meist auch noch mal wo anderes. Aber davon mal abgesehen, wenn es jetzt z.B. 230W sind, würdest du in jedem Fall sagen, ein HLG-240 nehmen und nicht das nächst größere HLG-320? Auch bei 235W und 239W - immer das HLG-240, ja?

Ist die Lebensdauer des Netzteils höher, sprich die Belastung geringer, wenn es immer sehr nah an 100% betrieben wird?
ustoni
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Di, 22.06.21, 14:15

Wäre also dann wirklich nur für den Fall was, wenn man zwingend ein LED-Band verwenden will, das es nur mit KSQ gibt und gleichzeitig keine PWM einsetzen möchte.
Ganz genau. Locker ausgedrückt könnte man sagen, dass man die LED-Streifen regelrecht "vergewaltigt". :lol: Der eigentliche große Vorteil der gleichmäßigen Helligkeit wird dadurch ausgehebelt.
In dem speziellen Anwendungsfall würde ich auf die weiter oben erwähnten starren LED-Module mit 50 cm Länge ausweichen. Die haben einen CRI von 97 und sind direkt für Konstantstrom ausgelegt. 10 Stück davon kosten 169€ und sind damit auch deutlich günstiger als der Streifen. Ab 15 Stück (=7,5 m) sinkt der Einzelpreis auf 15,90€.
Aber davon mal abgesehen, wenn es jetzt z.B. 230W sind, würdest du in jedem Fall sagen, ein HLG-240 nehmen und nicht das nächst größere HLG-320?

Auf jeden Fall das HLG-240. Noch näher an 100% bei KSQ und Streifen gleichzeitig wird man in der Praxis kaum kommen.

In der Praxis werden die 100% nur selten erreicht werden, es geht nur darum, LED-Installation und KSQ so zu dimensionieren, dass man möglichst nah an eine KSQ-Belastung von 100% kommt. 80% Last machen aber keinen wesentlichen Unterschied, an der Lebensdauer ändert sich nichts. Die Behauptung, Netzteile nie mit 100% zu betreiben, bezieht sich ja auf die irrige Annahme, dass man die Lebensdauer der KSQ verlängert. Es geht hauptsächlich darum, keine unnötig leistungsstarken Netzteile zu verwenden. Markennetzteile wie die von Meanwell sind auf einen Dauerbetrieb mit 100% Last ausgelegt. Ob man die jetzt mit 30% oder mit 100% betreibt, macht keinen Unterschied in der Lebensdauer.

Ausschlaggebend für die Lebensdauer ist - neben dem Design des Herstellers, welches die Lebensdauer laut Datenblatt bestimmt - ausschließlich die Gehäusetemperatur des HLG im Betrieb:
HLG Temp.jpg
HLG Temp.jpg (31.89 KiB) 5973 mal betrachtet
Anmerkung: eine Lebensdauer von 100000 h entspricht einem Dauerbetrieb (24 h täglich) von 11,4 Jahren.

Das einzige, worauf zu achten ist, ist die Gehäusetemperatur des HLG. Solange diese eine Temperatur von 70°C nicht überschreitet, kann man mit der vollen Lebensdauer rechnen. Wichtig ist also, dass das HLG frei von Luft umströmt werden kann, da die HLG-Serie durch die Umluft gekühlt wird.
Bei einer Last von 240 W muss eine Wärmeleistung von 16,7 W abgeführt werden können. Von einer Installation in kleinen geschlossenen Räumen, in der Nähe von Wärmequellen etc. ist folglich abzuraten.
Direkte Sonnenbestrahlung und Installation in einer Sauna würden den schnellen Tod des HLG bedeuten.

Im Umkehrschluss bedeutet dies natürlich auch, dass auch ein Netzteil, das nur mit 60% Nennlast betrieben wird, bei falscher Installation den Wärmetod sterben kann.

100% Auslastung eines HLG ist immer dann gegeben, wenn die Nennlast eines Streifens größer ist als die Ausgangsleistung der KSQ. Das gilt natürlich auch für LED-Streifen, die nur mit Vorwiderständen arbeiten. Wird z.B. ein 100W-Streifen mit einem HLG-80 betrieben, stellt das HLG die Ausgangsspannung so ein, dass im Streifen nur 80 W umgesetzt werden. Der Streifen wird dann nur mit 80% Nennlast betrieben, was sich so nebenbei günstig auf die Lebensdauer der LEDs auswirkt.
Allerdings wird das HLG dann im Konstantstrommodus betrieben. Eine externe Dimmung über PWM ist dann nicht mehr möglich. Bei PWM-Steuerung des Ausgangs würde das HLG im Takt der PWM-Frequenz zwischen Konstantstrom- und Konstantspannungsmodus hin und her schalten. Ich glaube nicht, dass das HLG dies allzu lange mitmacht. Hier müsste dann über das HLG gedimmt werden (zwischen 10% und 100%).

Da Du die Installation von LED-Streifen beruflich betreibst, würde ich Dir empfehlen, die tatsächliche Stromaufnahme bei den von Dir verwendeten Streifen mal zu messen.
Wenn Lumitronix bei einem Streifen für 299€ 4 A angibt, würde ich das glauben. Bei deutlich günstigeren Streifen sind die Leistungs- bzw. Stromangaben häufig bestenfalls Schätzwerte. Ich hab da schon irrsinnig stark abweichende Werte gemessen. Oft ist die Stromaufnahme deutlich niedriger als angegeben.

Für präzise Strommessungen würde ich Dir den Nachbau dieses Gerätchens empfehlen:
viewtopic.php?f=31&t=19562&hilit=I%2FU+Wandler

Die Links zu den Bauteilen sind wahrscheinlich nicht mehr aktuell, die korrekten Bauteile zu finden sollte aber kein Problem sein.
bred
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Di, 22.06.21, 17:47

Vielen Dank für die vielen Hinweise @ustoni

Ich habe mir das von dir vorgeschlagene Modul angesehen.
Das könnte durchaus eine Alternative sein.
Hauptproblem wird wohl die Leistung sein.
Ich bräuchte 20 Module davon.
Das wären dann etwa 1800W.
Für 35 m² erscheint mir das etwas viel.
Weniger Module wären natürlich möglich, aber dann gibts halt Lücken in der Lichtleiste. Das wäre nicht schön.
ustoni
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Di, 22.06.21, 19:20

Wir reden von den LED-Modulen von LED-Tech für je 15,90€ mit CRI 97, richtig?

Ich würde die Module nur mit 350 mA betreiben, das sind dann 6,72 W je Modul und damit in Summe 134,4 W.
Das ergibt einen Lichtstrom von ca. 19000 Lumen.
Bei höheren Betriebsströmen wäre eine Kühlung der Module erforderlich.

Vorteile beim Betrieb mit 350 mA:
- Es ist keine Kühlung notwendig
- Die Module arbeiten bei diesem Strom mit einer Effizienz von 146 lm/W
- Alle 20 Module können in Reihe betrieben werden und mit einer einzigen KSQ versorgt werden

Für LEDs mit einem CRI von 97 ist dies eine herausragend gute Effizienz.

Als KSQ kannst Du ein HLG-120H-C350B verwenden:
https://www.elpro.org/de/mean-well-hlg- ... _search=fs

Der Ausgangsspannungsbereich dieser KSQ beträgt 215 bis 430 Volt, es können daher alle 20 Module in Reihe geschaltet werden.
Über die hohe Spannung brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen, da der Ausgang galvanisch vom Netz getrennt ist. Stromfluss bei Berühren eines LED-Anschlusses gegen Erde ist daher unmöglich.
Wahrscheinlich wirst Du die Module aber ohnehin nicht offen zugänglich einbauen, oder?

Gedimmt werden kann einfach mit einem Poti.
Der zulässige Widerstandsbereich zwischen den Dimm-Anschlüssen beträgt 10k Ohm bis 100k Ohm mit 10k Ohm = 10% und 100k Ohm = 100% Lichtstrom. Der Lichtstrom lässt sich also zwischen 1900 Lumen und 19000 Lumen einstellen.

Widerstände <10k Ohm schaden zwar auch nicht, der Ausgangsstrom ist dann aber nicht definiert.

Mit einer einfachen Schaltung aus 2 Widerständen und 1 Potentiometer lässt sich der Bereich von 10 bis 100 k Ohm leicht realisieren:
DimmR.jpg
DimmR.jpg (33.75 KiB) 5949 mal betrachtet
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Di, 22.06.21, 20:28

Stimmt, ich muss den Streifen ja nicht am Limit fahren.

Zu meinem Verständis eine Frage zum Dimmen.
Laut dem Datenblatt auf Seite 12 oben rechts ist der Dimbereich der LED zwischen ca. 10mA und 150mA.
Bei 350mA, die auf 14 LEDs verteilt werden, sind das 25mA pro LED bei 100% Dimmung.
Dann würde die Dimmung hier nur zwischen 40% (=10/25) und 100% bzw. 40kOhm und 100kOhm ablaufen.
Unter 40% wäre die LED vermutlich aus.
Verstehe ich das so richtig?

Aktuell habe ich in der Voute ein Aluprofil mit 30 x 2 mm² komplett umlaufend auf dem die LED Stripes/Module montiert werden sollen.
Kann man so ein Porfil schon als Kühlkörper ansehen? Wäre damit etwas mehr Leistung möglich?

Die 40 Module wären bei mir auf jeden Fall unterteilt.
Die meiste Zeit arbeite ich nur in einer Ecke des Raumes und brauche nicht die komplette Beleuchtung.
Vermutlich würden das 2x 7 Module und 2x 13 Module an insgesamt 4 Netzteilen.

Die 7 Module könnte ich mir z.B. parallel an einem HLG-100H-24B und die 13 Module an einem HLG-185H-24B vorstellen.
Ich denke damit wären die 13 Module ein klein wenig heller als die 7 bei 100% Dimmung, aber das ist das näheste was ich an Netzteilen gefunden habe auf die Schnelle.
Spräche da etwas gegen?
ustoni
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Di, 22.06.21, 21:42

Laut dem Datenblatt auf Seite 12 oben rechts ist der Dimbereich der LED zwischen ca. 10mA und 150mA.
Nein, die Grafik hat absolut nichts mit dem Dimmbereich zu tun. Dargestellt wird hier nur der prozentuale Lichtstrom über dem Strom. Dass die Linie nur den Bereich zwischen 10mA und 150mA abdeckt bedeutet nur, dass der Lichtstrom in diesem Bereich gemessen wurde.
Die einzelnen LEDs sind grundsätzlich immer zwischen 0% und 100% dimmbar.
Kann man so ein Porfil schon als Kühlkörper ansehen? Wäre damit etwas mehr Leistung möglich?
Das sollte für 700mA Betriebsstrom reichen. Allerdings muss das Modul dann mit den auch auf der Produktseite angebotenen Wärmeleitpads montiert werden.
Allerdings würde ich eine Bestromung mit 350mA empfehlen. Bei 350mA liefert ein Modul einen Lichtstrom von 986 Lumen. Zum Vergleich: eine 60W Glühbirne hat einen Lichtstrom von 806 Lumen. 7 Module liefern also den Lichtstrom entsprechend 514 W Glühlampenlicht.
Wenn Du also nicht vorhast, am offenen Herzen zu operieren, würde ich auf die 700mA eher verzichten. :D
Hinzu kommt, dass das Auge logarithmisch arbeitet. Gerade bei hohen Lichtströmen bewirkt eine Erhöhung (in diesem Fall knapp Verdopplung) nur einen geringen Unterschied im Helligkeitseindruck. Wäre also reine Energieverschwendung.
Für die LEDs bedeutet der geringere Strom eine geringere Wärmeentwicklung und dadurch eine starke Vergrößerung der Lebensdauer.
Die 7 Module könnte ich mir z.B. parallel an einem HLG-100H-24B und die 13 Module an einem HLG-185H-24B vorstellen.
Davon würde ich dringend abraten. Solche Module sollten möglichst nicht parallel geschaltet werden. Die Spannungsangaben auf der Produktseite sind nur als typische Werte anzusehen. Bei der Einzel-LED ist im Datenblatt eine Durchlassspannung von 2,9 bis 3,3 V bei 150 mA angegeben. Bei einem Strom von 25 mA ist die Streuung zwar geringer, aber vorhanden.
Innerhalb einer Charge der LEDs (also z.B. einer 5000er-Rolle) kann die Streuung von LED zu LED vernachlässigt werden. Deshalb werden solche Module immer mit LEDs aus der gleichen Charge bestückt.
Bei 20 Modulen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Module mit unterschiedlichen Chargen bestückt wurden. Dass bedeutet, dass das eine Modul z.B. eine Durchlassspannung von 29,5 V haben kann, das nächste dann 30 V. Bei einer Parallelschaltung würde dann durch das Modul mit 29,5 V ein deutlich höherer Strom fließen als durch das andere.
Deshalb solche Module immer in Reihe schalten.

Hierbei ist ein Betrieb mit einer reinen KSQ empfehlenswert.
Also Beschreibung bei Elpro: Schaltnetzteil, Leistung xy, Konstantstrom, dimmbar.

Für eine Reihenschaltung aus 7 Modulen sollte der Spannungsbereich der KSQ mindestens 120 bis 140 V betragen. Fündig könntest Du bei den 50 W-KSQs werden, da die Spannungsbereiche der Meanwell KSQs meist deutlich größer sind, könntest Du auch bei den 60 W-Typen fündig werden.

Bei 13 Modulen entsprechend ca. 230 bis 265 V, Leistung 90 W, möglicherweise muss auf einen 100 W-Typ ausgewichen werden.

In beiden Fällen muss der Ausgangsstrom mit 350 mA angegeben sein.

Bei Elpro solltest Du da fündig werden, zum Suchen habe ich jetzt (Uhrzeit) selbst keine Lust mehr. :wink:
bred
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Di, 22.06.21, 22:09

Vielen Dank ustoni.
Unterschiedliche Chargen hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.
ustoni hat geschrieben: Di, 22.06.21, 21:42 Die einzelnen LEDs sind grundsätzlich immer zwischen 0% und 100% dimmbar.
Gilt das hier auch in meinem Fall mit der Dimmung über die Begrenzung des Stromes und nicht über PWM?

Ich habe zwei Tuneable White Eco Stripes von Lumitronix in der Küche installiert.
Die kann ich mit dem HLG-....B definitiv nicht kontinuierlich bis 0 runterdimmen.
Ich schätze so 10-20% der maximalen Leuchtsträke sind Minimum, darunter gehen die schlagartig aus.
ustoni
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Di, 22.06.21, 22:29

Gilt das hier auch in meinem Fall mit der Dimmung über die Begrenzung des Stromes und nicht über PWM?
Für die einzelnen LEDs gilt das immer. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.
Erst wenn die LEDs verschaltet sind, kommt es zu den Unterschieden.
Bei Stripes hat man entweder einen Vorwiderstand für jede LED-Gruppe oder eine lineare KSQ (einzeln programmierbare LEDs jetzt mal nicht betrachtet). Beides ist ursprünglich für den Betrieb an einer Festspannung gedacht, woraus sich die PWM-Dimmung ergibt.
Dimmung über den Strom ist eine ursprünglich nicht vorgesehene Spezialanwendung (die ich aber auch immer vorziehen würde).
Die kann ich mit dem HLG-....B definitiv nicht kontinuierlich bis 0 runterdimmen.
Ich schätze so 10-20% der maximalen Leuchtsträke sind Minimum
Das entspricht den Angaben im Datenblatt. Der Lichtstrom wird auf 10% gedimmt. Die objektiven (weil messbaren) 10% Lichtstrom übersetzt das logarithmisch arbeitende Auge in 20% subjektiven Helligkeitseindruck. Dieser Helligkeitseindruck ist übrigens von Mensch zu Mensch unterschiedlich (eben subjektiv).
darunter gehen die schlagartig aus.
Solltest Du mit einem angeschlossenen Poti dimmen, kannst Du genau das mit obiger Schaltung verhindern. :wink:
ustoni
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Mi, 23.06.21, 08:44

Hab jetzt mal nachgesehen und 2 passende KSQs bei Elpro gefunden:

HVGC-65-250B für die 7er-Gruppe:
https://www.elpro.org/de/mean-well-hvgc ... -350b.html

HVGC-100-350B für die 13er-Gruppe:
https://www.elpro.org/de/mean-well-hvgc ... -350b.html

Das HVGC-65-250B ist für 1 bis 9 Module geeignet, das HVGC-100-350B für 2 bis 14 Module.
Passende KSQs mit geringerer Leistung (50 W wäre optimal) gibt es leider nicht.

Die HVGC-Serie hat auch den Vorteil, dass sie sich auf geringere Werte dimmen lassen.
Laut Datenblatt ist lineares dimmen bis hinab zu 8% garantiert, sehr wahrscheinlich sind aber 5% erreichbar. Die oben gezeigte Schaltung ist daher überflüssig, ein 100k-Poti kann somit direkt angeschlossen werden.
bred
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Mi, 23.06.21, 14:00

Super, danke.

Ich war heute spontan dort und habe den 4000er und 5700er Streifen je einmal zum Testen mitgenommen.
Heute Abend kann ich dann entscheiden, welcher uns besser zusagt.
ustoni
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Mi, 23.06.21, 15:01

Die 5700K entsprechen ziemlich genau der Mittagssonne.
Für Innenbeleuchtung tagsüber (wenn nötig) sowie zum Arbeiten bevorzuge ich 4000K. Ist noch neutralweiss genug um die Konzentration zu fördern. Ist aber natürlich Geschmackssache.
Für gemütliches Licht am Abend schalte ich um auf 5 E27-Globes mit 2400K:
https://www.leds.de/osam-led-vintage-19 ... 75093.html

Wenns soweit ist, kannst Du mal berichten, wie es geworden ist.
bred
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Do, 24.06.21, 08:48

Die Jury hat entschieden, es werden auf jeden Fall die 4000er.
Bei 350mA sind die Streifen bei direktem Licht durchaus sehr hell.
Aber durch die Reflektionen an der abgehängten Decke geht auch sehr viel verloren.
700mA hatte ich jetzt nur knapp 2 Minuten laufen und da ist es ganz leicht wärmer geworden, vielleicht so 30°C.
So ein Mittelding mit 500mA wäre vielleicht nicht schlecht.

Ich werde hier auch 4 rote 5m Streifen verbauen. Z.b. die LT-2987.
Die nehmen 1.4A (laut website) oder 2A (laut label) bei 12V.
Da sind vorne und hinten + und - dran. Würde ich die 4 dann in Reihe schalten und von vorne und hinten einspeisen und ein 48V Netzteil nehmen? Oder besser 4 Netzteile dafür, damit die Streifen alle gleich hell werden?
Oder in diesem Fall doch ein Netzteil mit höherem Strom und dann parallel schalten?
ustoni
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Do, 24.06.21, 09:53

Bei Montage mit den Wärmeleitpads auf den Aluschienen sollten 700 mA möglich sein.
Gib bei elpro einfach mal als Suchbegriff "HVGC" ein und lass Dir alle KSQs der Serie anzeigen. Dann findest Du leicht die passenden Versionen für Deine Anwendung.

Zu den roten Streifen:
Wenn Du die Enden Plus an Plus und Minus an Minus verbindest, hast Du automatisch eine Parallelschaltung.
20m auf diese Art zu verbinden funktioniert aber mit 12 V definitiv nicht vernünftig. Da sollte mindesten an jedem Verbindungspunkt und am Ende erneut eingespeist werden.

Zu den roten Stripes kann Dir Jacky Dean aber definitiv mehr sagen, der hat da wesentlich mehr Erfahrung als ich.
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