LED 12V flackern

Hier werden Fragen zu LED-Grundlagen beantwortet...

Moderator: T.Hoffmann

Antworten
cognitanus
Mini-User
Beiträge: 5
Registriert: So, 04.06.23, 02:47

So, 04.06.23, 03:01

Moin

ich habe ein Problem mit 12V LEDs, die werden an 2 in Reihe geschalteten Batterien 12V 100Ah mit einem StepDown betrieben. Vor den Batterien habe ich einen Solarladeregler aus dem WoMo-Bereich, der von einem Solarpanel mit ca. 32V Spannung, 425 Wp befeuert wird. Die LEDs habe ich mit einem 30m langen Kabel NYM 3 x 1,5 in Reihe als lange Kette angeschlossen, 7 x 5,8W, also roundabout 42W, weniger als 4 A bei den 12V. Warum flackern die LEDs sowohl direkt am Stepdown (24V -> 12V 20A) als auch gedimmt an einem PWM-Dimmer? Sie bekommen echten Gleichstrom von der Batterie, keinen zerhackten Trafo-Strom.

Hier eine Skizze des Stromlaufplans:
'Skizze Stromlauf.jpg
'Skizze Stromlauf.jpg (73.87 KiB) 4069 mal betrachtet
Die Komponenten sind:

425 Wp PV-Panel
PV.jpg
PV.jpg (50.44 KiB) 4069 mal betrachtet
Victron Smartsolar MPPT 75/15
2 x 12V 100 Ah Batterien in Reihe also 24V um die Leistung der PV zu erhöhen
Stepdown 24V -> 12V 20A
TC 420 mehrkanal-Dimmer
philips master value ledspot gu5.3 mr16 5.8w Farbcode 930
Die Zuleitung vom Dach zu den LEDs im Dachüberstand ist bis zur letzten LED ca. 30m zur ersten 20m. NYM 3 x 1,5 (nur 2 Adern verwendet).

Vielen Dank für's Lesen und nochmehr Dank für Antworten :D
Benutzeravatar
Sailor
Moderator
Beiträge: 9406
Registriert: Di, 28.11.06, 22:16
Wohnort: Saarland, Deutschland und die Welt

So, 04.06.23, 08:05

Entgegen Deiner Vermutung bekommen die Strahler keinen "echte Gleichstrom".
Der Spannungswandler im Solarregler arbeitet in einem vorgegebenen Frequenzbereich und der Spannungswandler im Stepdownregler in einem (anderen) vorgegebenen Frequenzbereich.
Die beiden Geräte scheinen sich nicht zu vertragen.
Schließ mal der Regler direkt an die Akkus.
Herzliches Willkommen im Forum!
cognitanus
Mini-User
Beiträge: 5
Registriert: So, 04.06.23, 02:47

Mo, 05.06.23, 20:20

Moin

danke für die Antwort, die LEDs schalten erst ein, wenn die Spannung des PV-Moduls unter 1V fällt, dann tut der Laderegler nichts mehr, das sollte also auszuschließen sein. Das mit dem direkt werde ich morgen testen. erstmal direkt an nur einer Batterie, astreine 12V Gleichspannung und dann mit dem Stepdown an beiden.
Benutzeravatar
Sailor
Moderator
Beiträge: 9406
Registriert: Di, 28.11.06, 22:16
Wohnort: Saarland, Deutschland und die Welt

Mo, 05.06.23, 22:26

Im. Laderegler ist zusätzlich ein Wandler, der aus der Akkuspannung 24 Volt macht.
Die Akkuspannung schwankt je nach Ladezustand und ist nur bei fast leeren Akku 12 bzw. 24 Volt. Voll hat der Akku mehr als 14 bzw 28 Volt.
Das kannst Du mit einem Spannungsmesser leicht selbst überprüfen.
Benutzeravatar
Sailor
Moderator
Beiträge: 9406
Registriert: Di, 28.11.06, 22:16
Wohnort: Saarland, Deutschland und die Welt

Di, 06.06.23, 09:41

Noch ein paar Tipps:
Verwende die nicht genutzte Leitung parallel zu einer der beiden Zuleitungen.
Das vermindert die Leitungsverluste.

Setz den 24-12 Volt-Wandler so dicht wie möglich an die Led-Stahler.
Auch das vermindert Leitungsverluste.

Lass den Load-Anschluss im Solarregler weg. Der ist unnötig und verbraucht nur unnötig Energie. Außerdem macht er bei vielen Solarreglern Probleme.
cognitanus
Mini-User
Beiträge: 5
Registriert: So, 04.06.23, 02:47

Mi, 07.06.23, 19:17

Moin

Das mit der zusätzllichen Ader kann ich versuchen, aber ich glaube ich würde auf H07V-K oder FLRY-B gehen in 2,5 mm², macht nur viel Arbeit, sind nuter dem Dach bis zum Dachüberstand verlegt, müsste ich auf's Dach und die Ziegel hochschieben, um da dran zu kommen.
Leider ist der Load-Ausgang genau das Gimmick, das ich suchte, der kann anhand der Spannung des PV-Moduls den Ausgang steuerrn, also eine Art Nachtbeleuchtung, wenn Spannung < 1V Licht an, wenn größer 2V Licht aus oder so. Und dann ist auch die Spannung von der PV weg, so dass vom Laderegler keine Impulse mehr kommen sollten. Am Freitag werde ich mal auf's Dach und Kabel neu ziehen, evtl. werde ich auch 4 mm² legen, wenn ich davon noch welches hier hab.
Den Stepdown kann ich nicht direkt an die LEDs legen, da komme ich nur noch sehr schlecht dran und ist nicht Wasserdicht, da kann bei Regen und starkem Wind schon mal ein wenig Wasser reinlaufen, die LEDs nebst Fassung sind IP44.
cognitanus
Mini-User
Beiträge: 5
Registriert: So, 04.06.23, 02:47

Do, 31.08.23, 18:28

Moin again

bin heute mal zum erneuten Testen gekommen und habe die Leuchten auch mal ohne alles andere direkt auf die Batterie geklemmt. Auch dann flackern sie, das kotzt mich irgendwie an. Da kann jetzt keine Störung von anderen Geräten mehr gekommen sein, habe alles von den Batterien abgeklemmt.

Jetzt vermute ich das Kabel, sind ja rund 25m NYM 3 x 1,5 mm². Und die liegen mehr oder weniger chaotisch auf dem Dachboden rum. Das Kabel oder den Anschluß zu erneuern ist ein Haufen Arbeit, der Dachüberstand ist komplett geschlossen und der Anschluß an einer Seite, ca. 1m vom Rand des Dachüberstandes entfernt, da würde ich auch mit viel Mühe nicht rankommen.

So soeht das provisorische Chaos auf dem Dachboden aus.
Kabelsalat.jpg
Kabelsalat.jpg (420.63 KiB) 3480 mal betrachtet
Kann das die Störquelle für das Flackern der LEDs sein? Ansonsten bin ich ratlos.

lg Michael
ustoni
Auserwählter
Auserwählter
Beiträge: 2114
Registriert: Sa, 04.06.11, 12:39
Wohnort: Mechernich

Sa, 02.09.23, 13:12

Wäre durchaus möglich. In jedem LED-Strahler befindet sich eine einfache Konstantstromquelle zur Versorgung der internen LED.
Diese arbeitet praktisch immer als Schaltnetzteil und verursacht damit auch hochfrequente Störungen an den Anschlüssen des Strahlers.
Normalerweise werden sie durch den niedrigen Innenwiderstand der Stromversorgung aufgefangen (kurzgeschlossen).
Durch die extrem lange Verbindungsleitung in deinem Fall wird die Störquelle aber praktisch von der Stromversorgung entkoppelt.
Dadurch beeinflussen sich die Störsignale der Strahler gegenseitig und bringen die internen KSQs sozusagen "durcheinander".

Abhilfe könnte ein kleiner Kondensator an jedem LED-Strahler bringen; der Kondensator wird dabei direkt an die Anschlüsse der Strahler geschaltet und schließt die HF-Störungen kurz.
Wenn dies an jedem Strahler geschieht, können die Störungen sich nicht mehr aufschaukeln.

Verwendbar z.B.:
https://www.amazon.de/BlueXP-Kondensato ... th=1&psc=1

Kann aber auch jeder andere Folienkondensator sein, z.B.:
https://www.reichelt.de/folienkondensat ... ol_6&nbc=1

Hängt nur davon ab, wie du mit den Anschlüssen zurecht kommst.
cognitanus
Mini-User
Beiträge: 5
Registriert: So, 04.06.23, 02:47

Di, 12.09.23, 10:38

Danke, könnte ich versuchen, an die Anschlüsse komme ich ran und da sind 3 er Wago-Klemmen dran, da ist an jedem Anschluß ein Pin frei, man muss auch mal Glück haben :mrgreen:
Antworten